Re: Schulentscheidung
Verfasst: Do 20. Feb 2020, 20:11
@Rabaukenmama
Wird die Dame dir auf irgendeine praktische Weise helfen?
Wird die Dame dir auf irgendeine praktische Weise helfen?
Austausch zum Thema Hochbegabte Kinder
https://forum.klugekinder.at/
Ja, sie hat schon damit angefangen und ich bin seit langem zum ersten Mal wieder zuversichtlich was unsere Schulsuche betrifft.Katze_keine_Ahnung hat geschrieben:@Rabaukenmama
Wird die Dame dir auf irgendeine praktische Weise helfen?
Nein, das meine ich nicht, hatte ich aber auch nicht geschrieben. Ich habe dazu keine Meinung. Ich hatte nur von meiner Freundin erzählt, der in einem Beratungsseminar weitergeholfen worden war und überlegt, ob Vergleichbares nicht auch für Autismus und die Frage, ob man das bei der Schulbewerbung angibt, angeboten wird. Dieses Problem wird ja nicht nur euch sondern alle autistischen Kinder im Schulalter betreffen.Oder meinst du, dass man es zuerst mal geheim halten sollte, bis das Kind eine fixe Zusage hat und dann kommt man zum Direktor und mein "Ach ja, und mein Kind hat ADHS und ist außerdem Asperger Autist!
Mit "Selbsthilfegruppen u.ä." meinte ich allgemein "kompetente Stellen", quasi ein Äquivalent zur AMSEL bei MS, war von mir offensichtlich unglücklich formuliert, sorry. Ich kenne mich mit Selbsthilfegruppen wirklich nicht näher aus und wollte weder den Selbsthilfegruppen noch dir in irgendeiner Weise auf die Füße tretenDeine Frage, was Selbsthilfegruppen raten, befremdet mich ziemlich.
Genau das meinte ich - eine "kompetente Stelle" mit konkreter Meinung. Schön, dass ihr jetzt Hilfe bekommt, alles Gute weiterhin!Die Dame von der Bildungsdirektion (früher: Stadtschulrat) mit der ich heute das Gespräch hatte, hat übrigens dringend zur Offenheit mit der Diagnose geraten,
Das sind immer individuelle Entscheidungen. Es gibt tatsächlich Eltern, denen lieber ist, dass niemand vom Autismus ihrer Kinder erfährt. Sei es, weil sie tatsächlich mit ihrer Offenheit schlechte Erfahrungen gemacht haben, sei es, weil sie "nur" Angst davor haben, welche zu machen. Und abgesehen davon ist es natürlich auch Bauchsache, was bzw. wie viel man preisgibt. Man muss sich halt bewusst sein dass man, wenn man sich fürs verheimlichen entschieden hat, kaum ein "heraus" gibt und dass Dinge, welche das Kind eigentlich behinderungsbedingt nicht "kann" mehr oder weniger vehement von ihm verlangt werden. Das ist etwa so, als würde man eine hochgradige Schwerhörigkeit verschweigen. Dann sitzt das Kind womöglich weit hinten in der Klasse, kriegt nicht mit, was der Lehrer sagt, und es wird ihm als Unkonzentriertheit oder Faulheit ausgelegt. Wenn man hingegen weiß, dass ein regelbeschultes Kind hochgradig schwerhörig ist, können die Lehrer zumindest VERSUCHEN, ihm den Schulalltag zu erleichtern. Das kann z.B. durch einen Platz in der ersten Reihe sein, durch elektronische Hilfsmittel (FM-Anlage), durch Mitschriften des Lernstoffes,...es gibt viele Möglichkeiten, es dem Kind leichter zu machen, aber eben nur unter der Voraussetzung, dass man es weiß. Dasselbe gilt für Autismus. Wenn jemand da nicht bereit ist, ein Kind zu unterstützen, kann man eh nichts machen. Aber wenn es die Lehrer nicht mal wissen dann haben sie gar nicht die Möglichkeit dazu.charlotte12 hat geschrieben:Nein, das meine ich nicht, hatte ich aber auch nicht geschrieben. Ich habe dazu keine Meinung. Ich hatte nur von meiner Freundin erzählt, der in einem Beratungsseminar weitergeholfen worden war und überlegt, ob Vergleichbares nicht auch für Autismus und die Frage, ob man das bei der Schulbewerbung angibt, angeboten wird. Dieses Problem wird ja nicht nur euch sondern alle autistischen Kinder im Schulalter betreffen.Oder meinst du, dass man es zuerst mal geheim halten sollte, bis das Kind eine fixe Zusage hat und dann kommt man zum Direktor und mein "Ach ja, und mein Kind hat ADHS und ist außerdem Asperger Autist!
Es ist tatsächlich ein riesiger Unterschied zwischen Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen, was nichts mit Kompetenz sondern einfach mit dem Umgang zu tun hat. Zur Beratungsstelle komme ich quasi als Hilfesuchender und es ist Aufgabe der beratenden Personen, für MICH die passenden Lösungen zu wissen und vorzuschlagen (ob sie das tatsächlich sind steht auf einem anderen Blatt Papier). In Selbsthilfegruppen treffen sich Menschen mit ähnlicher Situation (z.B. einem autistischem Kind) zu einem Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe.charlotte12 hat geschrieben:Mit "Selbsthilfegruppen u.ä." meinte ich allgemein "kompetente Stellen", quasi ein Äquivalent zur AMSEL bei MS, war von mir offensichtlich unglücklich formuliert, sorry. Ich kenne mich mit Selbsthilfegruppen wirklich nicht näher aus und wollte weder den Selbsthilfegruppen noch dir in irgendeiner Weise auf die Füße tretenDeine Frage, was Selbsthilfegruppen raten, befremdet mich ziemlich.![]()
Danke, ich hoffe auch, dass sich jetzt endlich ein Weg zu einer Schule abzeichnetcharlotte12 hat geschrieben:Genau das meinte ich - eine "kompetente Stelle" mit konkreter Meinung. Schön, dass ihr jetzt Hilfe bekommt, alles Gute weiterhin!Die Dame von der Bildungsdirektion (früher: Stadtschulrat) mit der ich heute das Gespräch hatte, hat übrigens dringend zur Offenheit mit der Diagnose geraten,
Rabaukenmama hat geschrieben:So, mein Mann war heute mit Sohnemann zur Schulanmeldung an der Schule, wo er für die bilinguale Klasse nicht aufgenommen wird. Und obwohl gestern die Dame von der Bildungsdirektion extra noch den Direktor vorinformiert hat, durfte mein Sohn noch nicht mal zu ihm rein. Grund dafür: der Erstanmeldestempel vom Gymnasium in NÖ hinten am Zeugnis. Denn obwohl uns die zwei Damen dort nach der vepatzten Testung dringend vom Besuch dieses Gymnasiums ABGERATEN haben wurde dieser Eintrag nicht gelöscht. Und obwohl die Dame im Sekretatiat in Mödling unbürokratisch per mail der Sektretärin an der Schule in Wien bestätigt hätte, dass die Erstanmeldung gelöscht wird, war die dazu nicht bereit. Mein Mann hätte innerhalb von 15 Minuten mit dem Zeugnis in diese Schule fahren und eine "offizielle" Löschung des Stempels erwirken müssen. Da aber schon die einfache Fahrzeit länger ist wurde daraus natürlich nichts.
Habe gerade nochmals mit der Dame von der Bildungsdirektion gesprochen, die den "Fall" nun ihren Vorgesetzten übergibt, weil sie selbst auch nicht mehr weiter weiß. Am Telefon war sie sehr lieb und hat mir nochmal versprochen, dass unser Sohn einen passenden Schulplatz bekommen wird und dass sie (auch, wenn sie den Fall weitergegeben hat) dran bleiben wird, bis wir einen Platz haben.
Vielleicht sollte ich den Titel diese Threads auf "Die unendliche Geschichte" ändern - denn mit SchulENTSCHEIDUNG hat das alles schon lange nichts mehr zu tun.