alibaba hat geschrieben:Katze_keine_Ahnung hat geschrieben:Hier geht es nicht um eine Rechtfertigung, sondern um ein sensibles Kind, dass den Test so interpretieren könnte: "Mit mir stimmt was nicht".
Blödsinn. Meine Kinder haben uneingeschränktes Vertrauen zu mir, dass ich nichts "Schlimmes" mache. Mein Kind war sogar zu einer "Verhaltenstherapie" beim KJP und hatte nie den Eindruck, dass es ein bösartiges, unerzogenes Kind wäre. Im Gegenteil …..mein Großer scheint ja hier Einigen doch etwas voraus zu haben, was das gewachsene Selbstbewusstsein angeht, obwohl es bereits "überall" war und auch nicht nur einen Test hat.
Mein Kind benötigt jetzt einen speziellen Draht im Kiefer. Der wird chirurgisch eingesetzt. Der Arzt besprach das mit ihm und fragte ihn um seine Meinung. Da sieht mein Kind mich an, ich nicke ganz sanft und mein Kind meinte : Passt.
Ich erkläre das meinem Kind. Fertig. Das wird man doch wohl noch hinbekommen. Da glaube ich dann doch mal an die Kompetenz der Eltern und die sichere Bindung an unsere Kinder!
Warum ist das was andere erleben oder empfehlen oder empfinden bitte Blödsinn? MEINEN Sohn hat der erste Diagnostikdurchgang SEHR wohl verunsichert. Geh doch nicht immer davon aus, dass deine Erfahrungen mit deinen Kindern die einzig richtigen und zulässigen sind.
Ich finde das teilweise ganz schön übergriffig. Auch dass wir alle "leicht schwätzen können" weil wir Ergebnisse haben, finde ich eine sehr gewagte Aussage.
ICH habe mein Kind testen lassen, nachdem ich fast ein halbes Jahr so gut wie täglich von den Erziehern im neuen Kindergarten "bequatscht" wurde, mein Kind sei sicher hochbegabt, aber eben auch sozial auffällig und man sollte doch grade in Bezug auf die Einschulung, da mal "drüber schauen" lassen. Unsere erste Diagnostik hatte den Schwerpunkt ADHS, da MIR persönlich die Hochbegabung nicht als so sehr relevant erschien (zum damaligen Zeitpunkt). Bei der Diagnostik war der Intelligenztest nun mal mit dabei. Und geholfen hat uns das ganze mal NICHTS, weil er null aussagekräftig war.
Den zweiten Test haben wir dann machen lassen, weil die Probleme in der Schule wieder "anfingen" und zu Hause schlimmer wurden und wir ja immer noch nicht wusste, ob nun ADHS vorliegt oder nicht oder ADHS mit HB oder nicht oder was auch immer und wir hier mit unserem Kind an unsere Grenzen gekommen sind, zumindest phasenweise. Da die Schule nun wiederum aber eben sehr auf die "Schwächen" des Kindes schielt, die Begabung aber komplett als mögliche Ursache für manche Verhaltensweisen außer Acht gelassen wird, war es mir dieses Mal dann schon wichtig, zu wissen, was genau los ist.
Dass ich abrate, einen Test, ohne äußerlichen Anlass zum jetzigen Zeitpunkt machen, ist gut begründbar und hat nichts mit "schwätzen" zu tun.
Ehrlich gesagt, wäre ich manchmal froh, ich hätte mich von den Erziehern nicht so beschwatzen lassen, in die Diagnostik zu gehen. Denn seither sehe ich vieles an meinem Kind "pathologisch", hinterfrage vieles an seinem Verhalten und bewerte sein Verhalten einfach oft auch anders oder über, im Gegensatz zu der Zeit VOR dem Kindergartenwechsel und der Diagnostik. Wir sind hier in eine Art "Kreislauf" geraten, der nicht schön ist. Manchmal wünschte ich, ich hätte mehr Selbstsicherheit und Gelassenheit gegenüber den Erziehern gehabt und hätte einfach in das vertraut, was ICH sehe und empfinde. Ich sehe mein Kind als überaus begabt und gleichzeitig in sozialen Dingen oft schwierig, oder sagen wir nicht so weit entwickelt wie kognitiv. HIER hat er noch viel zu lernen. Er ist eben asynchron entwickelt. Muss das zwangsläufig pathologisch oder behandlungsdürftig sein? Nicht zwangsläufig. Aber es kann... Und nach 2 Diagnosedurchläufen sind wir diesbezüglich nicht schlauer, aber viel unsicherer im Umgang mit unserem Kind...BEVOR uns von außen fast täglich suggeriert wurde, dass mit unserem Kind "was nicht stimmt", ging es uns ehrlich gesagt um Längen besser, auch innerhalb der Familie, da wir vieles gelassener genommen haben und die Lage daher entspannter war.
Nicht jeder ruht so in sich und ist so selbstsicher in allem was er tut, wie du und deine Kinder es nach deinen Schilderungen sind. Und das ist auch in Ordnung. Mir fehlt da manchmal ein wenig das "Verständnis" für Menschen, die anders ticken als du selbst oder deine Kinder.
Abgesehen davon ist ein Test im Vor- und Grundschulalter oft einfach nicht aussagekräftig, wie unsere Geschichte sehr schön zeigt. Ich finde das schon eine wichtige Information, dass eine Testung mehr Sinn macht, wenn das Kind etwas älter ist, da er dann zuverlässiger im Gesamt-IQ ist. Wenn also derzeit kein "akuter" Bedarf besteht, würde ich die Testung ggf. eher mit 10 Jahren zum Wechsel auf die weiterführende Schule machen, als jetzt. wo nichts "brennt" (außer das Kopfkino der Mama

).
Es ist schön und gut, dass du aufgrund DEINER Erfahrung und Sicht auf die Dinge, DEINE Empfehlung abgibst, dass du die Empfehlungen anderer User aber abwertest und als "schwätzen" abtust, finde ich, geht zu weit.
Natürlich ist es ganz allein die Entscheidung der Eltern das Kind testen zu lassen. Aber wenn AlinaNeu hier um Rat fragt, so ist jeder User berechtigt seine Empfehlung und Erfahrungen abzuliefern und jede dieser Empfehlungen und Erfahrungen leisten sicherlich einen Beitrag zu ihrer Entscheidungsfindung. Was sie dann damit anstellt, ist ihre Sache. Und wenn es sie zu sehr "juckt", dann sollte sie auch kratzen, sprich testen. Da sie aber selbst unschlüssig ist, da sie ihren Sohn auch als sehr sensibel einschätzt und nicht weiß, wie er das aufnehmen würde, finde ich es durchaus sinnig, ihr AUCH die Gründe zu liefern, warum ein Test zum jetzigen Zeitpunkt nicht NOTWENDIG ist. Ob sie es dann doch machen, bleibt ja der Familie überlassen.