@meine3
ich habe nicht so ganz verstanden, wieso du auf ADHS jetzt noch nicht testen würdes. wie meinst du das ?
Und ja stimmt, sie müssen die Freunde nicht zwangsläufig in der Schule haben. Sie haben ja jetzt schon einige Freunde in der Nachbarschaft und im Bekanntenkreis.
Ich habe eben nur Angst vor Ausgrenzung. Aber an sich sind sie ja keine zurückgezogenen stillen Kinder. Also wer weiß... Vllt sehe ich es schwieriger als es dann letztlich ist.
Und wie Rabaukenmama schon sagte, sind sie ja auch zu zweit und haben sich.
Hallo,
ADHS Symptomatik und unterforderte, und ein begabter Junge mit viel Energie, die nicht ausgelebt werden kann (wie im letzten Kindergartenjahr) kann sich sehr ähnlich äußern. Daher ist es in diesem Alter sehr schwierig zu sagen, ob es einfach Jungs mit viel Energie und einem unruhigen Geist sind (ohne, dass eine Stoffwechselstörung im Hirn vorliegt) oder ob es ADHS ist (da liegt eine Stoffwechselstörung im Hirn vor! und die Symptomatik wird ab dem Vorschulalter bis zur Pupertät immer deutlicher, nicht weniger). Daher würde ich das noch nicht aktiv testen lassen. Wir haben es damals machen lassen in der Vorschule, weil wir halt auch dachten:" na SO begabt wird er nicht sein, er hat sicher ADHS." Raus kam dann keins von beidem

. Für ADHS war knapp nicht auffällig genug und für die Hochbegabung hat er nicht gut genug mitgemacht beim Test, da war lediglich eine Begabung (ohne "hoch") und eine Teilhochbegabung im sprachlichen Bereich schon deutlich..
Von daher hat uns weder das eine noch das andere neue Informationen gegeben (denn dass der Sohn klug ist, wussten wir vorher schon), weder das eine noch das andere und wir haben damals von der Psychologin die Empfehlung erhalten ganz normal einzuschulen (also nicht zu dem Zeitpunkt hopplahopp noch schnell quer einzuschulen zum Halbjahr) und abzuwarten. 2 Jahre später viel der Intelligenztest eindeutiger aus, aber seine Probleme in der Schule waren auch nicht zu übersehen: ständiges reinrufen (wenn auch immer als Beitrag zum Unterricht), Zappelei, das Einhalten von Regeln fiel ihm schwer. ADHS wurde von dem Begabungsdiagnostiker ausgeschlossen, er könne sich zu gut konzentrieren. Die Hochbegabung war hingegen für den Begabungsdiagnostiker offensichtlich, obwohl unser Sohn rein rechnerisch "nur" 128IQ Punkte hatte (sehr inhomogenes Testprofil mit Bereichen in der Höchstbegabung und Bereichen, die grade Durchschnitt sind).
Jetzt sind wir wieder in therapeutischer Behandlung. Sie hat den Intelligenztest nahe der HB-Grenze OHNE DAS KIND ZU KENNEN (!!) als nicht richtig befunden, denn so ein hohes Ergebnis beim Sprachverständnis (155+) sei ja total selten... ADHS hat sie uns mündlich bereits diagnostiziert, denn die Fragebögen fielen dieses Mal EINDEUTIG aus, und zwar von allen Beteiligten (Eltern, Kind selbst, Lehrerin) und seit sie das Kind persönlich kennt, hat sich auch nichts mehr zum IQ gesagt, oder das Ergebnis angezweifelt. Weitere Tests in Sachen Konzentration, eventuell Medikamente, etc. stehen noch aus.
HIlft uns das im Moment in der Schule weiter? Leider nicht. Was uns vielleicht geholfen hätte, wäre gewesen, das Kind zum Halbjahr quer einzuschulen in die Schule im NAchbarort, die auch jahrgangsgemischte Klassen hat, aber das haben wir verpasst. Aber grade weil ich diese Erfahrungen gemacht habe und wir auch einen Klassensprung versucht haben, der leider misslang, rate ich dir auch die Kinder lieber früh einzuschulen als später eventuell springen zu lassen. Denn wenn sie früher eingeschult werden, kennen sie ihre Mitschüler von Anfang an. Das ist leichter als sich in eine bereits bestehende Gemeinschaft als "Sonderling" und "Streber" zu integrieren. Letztendlich steht und fällt ohnehin alles mit der Lehrkraft. Falls du also die Möglichkeit hast, so rede mit der Lehrerin, die deine Kinder zukünftig hätten.
Weißt du, mein Sohn ist wirklich "anders" als andere Kinder in vielerlei Hinsicht. Aber dann, wenn gleichaltrige Freunde von ihm da sind, denke ich auch manchmal wieder: andere Jungs in seinem Alter sind auch nicht weniger wild, hören auch nicht besser, auf das was ihnen gesagt wird, testen auch ihre Grenzen aus. Und als die beiden am Freitag zusammen Hausaufgaben gemacht haben, ist mir aufgefallen, wieviel "logischer" oder effizienter mein Sohn manche Dinge angeht und zum anderen, dass er sogar schneller fertig war als das Kind, das angeblich "normal" ist und kein ADHS hat und das obwohl es mein Sohn in Spitzenzeiten auch schafft 4-6 Stunden im Homeschooling zu sitzen, obwohl er nach 30-60 Minuten fertig sein könnte, weil er sich ständig ablenkt und es einfach nicht schafft sich zu konzentrieren., weil er lieber was anderes machen würde.
Das einzige was bei ihm konstant auffällig ist, ist dass er eine sehr schlechte Impulskontrolle hat (er handelt oder spricht, bevor er nachdenkt. Grundsätzlich!) und dass er sozial manche Dinge einfach nicht "versteht".
Was ich damit sagen will: Sowohl eine Intelligenztestung als auch eine Testung in Richtung ADHS ist eine Testung, die im Kindergartenalter nicht sehr zuverlässig ist. Bei einem Intelligenztest in diesem Alter zeigt der Test, was die Kinder zeigen WOLLEN, nicht was sie tatsächlich können. Ein Ergebnis unter der magischen Grenze von 130 kann daher rühren, dass es einfach so ist, es kann aber auch sein, dass die Kinder einfach noch zu lustgebunden sind, sie an dem Tag nicht richtig fit waren, der Tester keinen Zugang zu ihnen gefunden hat, sie Hunger hatten, was auch immer. Bei der ADHS-Testung kann vieles, was in dem Fragebogen abgefragt wird, eben auch auf hochbegabte, unterforderte Kinder zutreffen.
Von daher: wenn DU das Gefühl hast, dass diene Kinder dem Kiga entwachsen sind und in der Schule besser aufgehoben wären und das mehrere Fachleute auch bestätigen, dann mach das!