loewe03 hat geschrieben:@Gast:
in unserem Vorschulkindergarten gefiel es meiner Tochter prächtig. Jeden Tag ein anderes Programm für die Großen am Vormittag (Zahlenstrahl, Buchstaben, Geschichten, Kochen und Backen, Berufe, Sport, Kunst, Theaterspielen,...)
Ich habe mein Kind noch nie zuvor so glücklich gesehen.
Beim Elternabend der Schock. Mein Kind war das Einzige, das mit diesem Wochenprogramm gut klar kam. Alle anderen Eltern tobten und schimpften, wegen der maßlosen Überforderung ihrer Kinder.
... Ich hatte danach keine Freunde mehr unter den Eltern.
Ich denke, der grundlegende Unterschied zu deinen und meinen Erfahrungen liegt wahrscheinlich am Bundesland.
Dieses Szenario ist in Bayern für mich nicht vorstellbar - da läuft es genau anders rum.
Du wärst vermutlich für Gleichberechtigung gewesen und hättest deinem Kind den Spaß entzogen, damit sich alle gleich wohl fühlen.
Nö, wenn mein Kind im Vorschulkindergarten – da ist es ja dann sozusagen offiziell – gut und gerne mitgearbeitet hätte, wär das für mich gar kein Problem gewesen.
Vorschulkindergarten gab es aber vor 10 Jahren noch nicht.
Ich hätte allerdings nicht offensiv die Vorschullehrerin gelobt und hätte eher die Klappe gehalten – will mich nicht mit Hyänen anlegen
Meine Tochter ist ein Jahr früher eingeschult worden.
Warum wollen Eltern sowas?
OK, wenn das Kind wirklich hochbegabt ist, mag das eine Notwendigkeit für das Kind sein – weiß ich nicht.
Ansonsten: Warum seinem Kind nicht noch ein Jahr Kindheit mehr gönnen.
Damit mein ich nicht Schule und auch nicht Studium sondern: Ein Jahr weniger malochen im Job?
Das ist aber Hochbegabtenproblem ist kein Massenproblem, es gibt nicht so viele hochbegabte Kinder (nur 2% der Bevölkerung).
Das Massenproblem liegt woanders und das kapieren, glaub ich, so langsam auch die Politiker an den maßgeblichen Stellen.
Stichwort: Fachkräftemangel!
Es ist sehr oft unfair, wenn man nur Gleichberechtigung haben will.
So etwas fordern meist Eltern von weniger begabten Kindern.
Nun, ich fordere das aus uneigennützigen Gründen.
Sowas gibt es selbst heutzutage noch.