Koschka hat geschrieben: Bleibt gleichzeitig anwesende Angst für Unterfoderung bei der Einschulung in einem Jahr und überforderung bei der Einschulung jetzt. Man muss sich nur entscheiden mit was man persönlich lieber zu tun hätte. @Sinus bei dir habe ich das Gefühl, dass du lieber auf der Seite der Unterfoderung stehtst in der Hoffnung von der Schule Förderung zu erhalten. Aber wie wäre es denn, wenn du wissen würdest, das keine nennenswerte Förderung kommt? Wie tickt dein Kind? Ist sie ieber unterfodert oder überfordert?
@Koschka: du stellst schwierige Fragen... Auf jeden Fall tickt sie nicht gleich aus, wenn sie das Gefühl hat, einer Aufgabe nicht direkt gewachsen zu sein. Sie traut es sich zu, es zu schaffen, auch wenn es nicht sofort klappt.
Das ist bei der Großen ganz anders - sie macht schnell dicht, wenn sie etwas nicht gleich kann. Allerdings ist sie dann damit auch nicht glücklich und arbeitet dann oft sehr verbissen daran weiter, um sich zu beweisen, dass sie es DOCH kann.
Beispiel: Als ich ihr mit ca. 6/7 Jahren das Spiel SET zeigte.
Da war ich zunächst schneller/besser, die Sets zu finden. Sie tickte völlig aus und ich dachte, ich habe sie bestimmt damit überfordert und machte mir Vorwürfe.
Der Abend war jedenfalls gelaufen.
Am nächsten Morgen aber forderte sie direkt auch dem Aufstehen vehement, es nochmal mit mir spielen zu dürfen. Ich weigerte mich zunächst (aus Selbstschutz

), aber sie ließ nicht locker.
Und als wir es dann doch spielten, war sie plötzlich gleichauf mit mir.
Der Beweis, dass sie mitnichten überfordert gewesen war, sondern einfach zu hohe Maßstäbe an sich gehabt hatte. (Gleich von Anfang an besser sein als ich)
Und dieses Kind, was also eher ungern "(heraus-)gefordert" wird und krampfig reagiert auf alle Anforderungen, die sie nicht gleich mit links schafft, hat ja nun sehr unter der Unterforderung in der Schule gelitten.
Insofern weiß ich nicht, ob es so einfach ist, aus "lieber unterfordert" oder "lieber gefordert" zu schließen, wie groß der Leidensdruck sein würde, wenn eines davon eintritt.
Ansonsten kenne ich es bisher nur so, das ich mich um Hausaufgaben, Schule etc null kümmern muss, weil die Große von Anfang an äußerst selbstständig agierte und eigentlich nie irgendwo meine Hilfe braucht.
Ich kenne es nicht, mich in der Freizeit und am Wochenende mit schulischen Inhalten beschäftigen zu müssen, dem Kind Dinge zu verwehren, weil es noch lernen/üben muss und drauf zu pochen, dass es pünktlich ins Bett geht, um fit für die Schule/eine Arbeit am nächsten Tag zu sein...
Natürlich ist das äußerst bequem für mich. Vor allem, weil die Große eben so schwierig ist, wenn was nicht gleich gelingt.
(Kenne und erlebe ich immer wieder vom Instrument üben)
Die Kleine allerdings ist ja da viel ausgeglichener und frustrationstoleranter. Insofern wäre es wohl gar nicht so schlimm, mit ihr mal was zu üben/lernen zu müssen.
Beim Thema Förderung sehe ich zumindest Potential. Einerseits durch die womöglich besser differenzierende größere Schule, anderseits durch gute "Vorarbeit" und Vorgespräche vor der Einschulung mit Direktorin/zukünftiger Klassenlehrerin.
Ich sehe da bei der Direktorin zumindest ganz klar einen guten Willen.
(ich halte an sich auch recht viel von der Direktorin)