Re: erneuter Test und Ausschluss von ADHS -Update und Danke
Verfasst: Fr 24. Jan 2020, 13:48
alibaba hat geschrieben: Ein Weg ist eben selten ganz gerade.
Austausch zum Thema Hochbegabte Kinder
https://forum.klugekinder.at/
alibaba hat geschrieben: Ein Weg ist eben selten ganz gerade.
Und daraus schließt Du den IQ? Na das halte ich ja mal für eine ganz gewagte Schätz-Theorie. Oder kennst Du von fast allen Kindern den persönlichen IQ? Oder wohnen bei euch nur die Klugen und Hochbegabten?Katze_keine_Ahnung hat geschrieben:Ich schätze Grundintelligenzniveau bei unserer Grundschule auf 115-120. Fast alle Kinder gehen aufs Gymnasium. .
Katze_keine_Ahnung hat geschrieben:@Meine3
Ich schätze Grundintelligenzniveau bei unserer Grundschule auf 115-120. Fast alle Kinder gehen aufs Gymnasium. ABER die Lehrer haben trotzdem keine Zeit für die schnellen Kinder. Sie dulden andere Beschäftigungen, aber sie machen nichts dafür. Eine Förderstunde und ein Wettbewerb pro Jahr retten die Lage nicht. Ich bin froh, dass der Kleine in die Drehtür darf, aber wie gesagt selbst die 3. ist ihm zu tief. Er bräuchte eigentlich vom Verstand die 5. Rechnen mit negativen Zahlen und Brüchen würde ihn interessieren. So viel kann keine Grundschule tragen.
Meine Großte "Errungenschaft" ist die Tatsache, dass der Kleine mit der Mathe in der 2. gar nichts mehr zu tun hat. Er muss keine Pflichtseiten ausfüllen, keine Knobelaufgaben lösen. Nur die Tests schreibt er mit. Das erspart ihm viel Frust.
Zum Thema ADHS gibt es keine 100% Objektivität selbt bei Normalbegabung. Das kann man nicht messen, sondern nur schätzen. Und in die Schätzung berücksichtigt nicht die Kompensation. Die Tatsache, dass dein Kind vor dem Vorschuljahr nicht aufgefallen ist, kann man auf unterschiedliche Weise deutet. Kleine Kinder sind viel lebendiger. Die meisten davon werden gesetzter, dann fallen die wilderen erst auf. Vielleicht ist es aber tatsächlich der Misfit, der so negative Wirkungen auf deinen Sohn ausübt. In welche Richtung soll man denken? Ich weiß es auch nicht. Aufgrund meiner Erfahrung würde ich zu der Behauptung tendieren. Die Familie, die Lehrer die das Kind jeden Tag sehen, haben Recht. Nicht die Spezialisten, die ihn 2-3 mal zu Gesicht bekommen. Wenn du der Meinung bist, das sei ADHS, dann wirst du schon mit hoher Wahrscheinlichkeit richtig liegen. Vor allem weil du als Mutter 3 Kinder auch zwei andere Kinder in den gleichen Situationen erlebst, und siehst dass sie sich doch ganz anders verhalten.
@meine3: Ich würde und habe mir das nicht getraut den Deutsch-Unterricht zugunsten eines etwas besseren Mathe Unterrichtes im Drehtürmodell schleifen zu lassen. Deutsch und Sprachen ist auf dem Gymnasium genauso wo wichtig wie eben die Naturwissenschaft. Das man, wenn man das nicht macht, nicht zwangsläufig die Konsequenz die Unlust oder gar Hass ist, zeigt mein Kind. Aber gut. Meiner kann auch keinen IQ 155+ vorweisen und auch kein "im-Vorübergehen-lernen" durch's bloße ansehen. Freude am dem, was einem aber in die Wiege gelegt wurde, kann trotz Allem gelingen. Mein Kind wählt Mathematik als Leistungs- und Vertiefungskurs und heute rief die Uni an, ein zusätzlicher Platz in einem Kurs wurde frei, Kind kann kommen. Na, wenn das mal nichts ist.Und das obwohl Meiner sich quasi "quälen" musste und schlechte Noten hier normal sind (nur nicht in der GS-Zeit).
Katze_keine_Ahnung hat geschrieben:@Meine3
Ich schließe auf das Intelligenzniveau nicht aus der Schulform. Der Ort ist recht klein, man kenn sich, wenn die Kinder in eine Klasse gehen. Von manchen Kindern kenne ich tatsächlich den Wert, bei den anderen erlebe ich das eher durch das was sie machen, durch extreme Leistungen in Musik, Sport und Wettbewerben. Ich bin mir sicher, dass in unserer Grundschule das Niveau hoher ist, als der Durchschnitt, alleine dadurch, dass es fast ausnahmlos alles Akademikerkinder sind. Aber das hilft trotzdem nicht. Die Lehrer kümmern sich um die Schwächeren, um Verhaltensauffälligen, um Kinder mit Teilleistungsstörungen. Sie haben keine Zeit für "einfach" begabte.
Der Stundenplan der 2. und der 3. stimmt nicht überein, so dass mein Kleiner tatsächlich in manchen Mathestunden 2 physisch anwesend ist, und manche anderen Stunden verpasst. Überraschenderweise klagt er nicht über die Mathe2 Stunden. Er weiß, dass er nicht mitmachen muss. Er hat nicht mehr das Heft für Mathe2. Es ist ihm selber überlassen, was er in dieser Zeit macht. Er kann das verpasste im Deutsch nachholen, er kann mit der Klasse mitarbeiten, er kann anderen Kindern helfen. Fakt ist, dass die Stimmung seit der Einführung der Drehtür von extremer Schulunlust zu Akzeptanz umgeschlagen ist. Ich habe keine Angst, dass er was im Deutsch verpasst. Sollte es so weit kommen, hat er reichlich Zeit das nachzuholen.