alibaba hat geschrieben:Meine3 hat geschrieben:
Hallo alibaba,
ich denke es ist mehr so der allgemeine "Tonus", der da so rüberschwingt durch deine subjektiven Wahrnehmungen, die du hier preis gibst. Und man kennt ja auch deine Meinung, mit der ich ja bezüglich des Springens sogar sehr oft konform ging.
Wessen Wahrnehmungen sind denn hier nicht subjektiv? Meinst Du vielleicht aktuell @katze, deren einzige Sicht auf Probleme das nicht hineinkönnen in eine Disco wäre?
Welchen allgemeinen Tonus meinst du, der da so rüber schwingt?
Allgemein halte ich mich nie. Ich gehe immer auf die individuellen Dinge ein. Leider sind es hier die subjektiven Wahrnehmungen, die einen Thread sehr oft unsachlich eskalieren lassen, Dinge ins Lächerliche ziehen und wo sich der Ein oder Andere persönlich angepickt fühlt. Dann kommen die abenteuerlichsten Interpretationen und Unterstellungen mit noch abenteuerlichen Vorwürfen.
Im allgemeinen finde ich Früheinschulungen nicht gut. Was aber nichts damit zu tun hat, dass jegliche Machbarkeit unsinnig wäre. Es kommt eben immer auf die Umstände an. Du hast ein Kind, was genauso alt ist wie meins. Da liegt ein Monat dazwischen. Warum sollte also dein Kind, was relativ "alt" ist, sozial gut beisammen und Unterstützung von der Schule/Lehrerschaft bekommt, nicht springen? Das wäre ja total irrsinnig, dieses fast perfekte Angebot nicht anzunehmen. Es kompensiert das, was Ihr "versäumt" habt.
Mir verbleibt abschließend nur, Euch eine gute Einschulung für eure Mittlere zu wünschen und dem Sohnemann ein gutes einleben im neuen Klassenverbund.
Na klar, es sind alle Meinungen hier subjektiv und somit auch oft nicht sachlich im Übrigen

. Das sage ich schon immer, grade als du das Forum hier mal als Möglichkeit zum Brainstorming bezeichnet hast. Es ist nichts anderes als Erfahrungs- und MEINUNGSaustausch. Auch deine Meinung ist subjektiv, sie kommt aus deinen Erfahrungen, die du gemacht hast. Das ist völlig in Ordnung so

.
Man hört einfach ganz deutlich heraus, dass du nicht viel vom springen und vom früh einschulen hältst. Nicht nur durch diesen Post, sondern auch durch alle anderen zu diesem Thema. Und das ist auch okay. Jeder darf doch hier seine Meinung haben. Ich habe mich da letztlich nur eingeklinkt, weil du nicht nachvollziehen konntest oder wolltest, woran Rabaukenmama sich "aufhängt" argumentativ.
Jedoch habe ich ja eigentlich schon zu Genüge fest gestellt, dass es schwierig ist, jemandem andere Sichtweisen verständlich zu machen, der daran gar kein allzu großes Interesse hat.

Von daher. Vergiss es einfach. Alles gut! Ich habe mich durch deine Beiträge hier weder gestört noch getriggert noch sonstwas gefühlt, ich wollte lediglich vermitteln.
Ich finde
im allgemeinen springen und früh einschulen auch nicht die beste Wahl oder Lösung. ABER ich bin grundsätzlich sehr vorsichtig damit zu pauschalisieren. Ich bin flexibel und berücksichtige immer die persönliche Situation. Springen ist nicht ALLGEMEIN schlecht, nur weil ich persönlich es nicht mag. Für manche Kinder ist es eine gute Lösung, raus aus der Misere. Ich habe das lediglich für MEIN Kind nicht wirklich als Lösung in Betracht gezogen. Bislang.
Aber es wird uns als
einzige "Lösung" angeboten, empfohlen und ans Herz gelegt. Die Mathelehrerin hat sehr schnell differenziert, aber Sohn wurde mit den Popelaufgaben immer langsamer (kennt man ja wieso) und kam irgendwann dann nicht mehr zu den "Sahnehäubchen", was seine Motivation in Mathe noch mehr geschwächt hat. Leider wurde hier weiter drauf bestanden, dass er Mengenkringel malt oder zum x-mal jeden Zwischenschritt aufschreibt. Die KL hat kurz vor der Corona-Zeit angefangen zu differenzieren und sagt nun, sie sei hier an einem Punkt angelangt, wo das differenzieren den Rahmen sprengen würde

.
Das heißt, man ist hier an einem Punkt angekommen, wo man entweder den Kopf in den Sand stecken kann und sagen kann: okay, das Kind muss einfach auch durch dieses sehr langweilige Jahr durch und die sozialen Probleme (das reinrufen und die durch die Unterforderung resultierende extreme Langsamkeit bei einfachsten Aufgaben) werden wieder zunehmen (nachdem es sich jetzt gebessert hatte). Oder man sagt: was gibt es noch? Ah ja, den Klassensprung!
Es ist ein Versuch. Wir haben 6 Wochen Zeit zu eruieren ob es das richtige ist oder nicht. Und ich persönlich habe meinem Sohn sehr klar gesagt, dass in die alte Klasse zurück gehen KEIN Problem sein wird, dass er sich dann weder schlecht fühlen oder schämen muss, wenn es nicht geklappt hat.
Die KL ist nur die letzte von vielen, die uns den Sprung empfohlen hat (schon die Erzieherinnen im Kiga meinten, ich solle ihn schnell noch quer einschulen, er wäre für die 1. zu alt, weil er so fit sei. Der 2. Gutachter (2. Intelligenztestung) empfahl ganz klar den Sprung oder zumindest einen Schulwechsel auf eine Schule mit altersgemischten Klassen, Freunde und zu guter Letzt HIER) und für mich die ausschlaggebende Stimme. SIE hat ihn nun ein halbes Schuljahr (wenn man mal die Corona-Zeit abzieht, wo sie natürlich auch mit ihm in Kontakt stand und seinen jeweils aktuellen Leistungsstand im Blick hatte) in der Schule beobachtet, weiß was er, bezogen auf den Schulstoff, bereits beherrscht und was nicht, wie schnell er lernt und versteht und sie sagt:"das Kind wird in der 2. Klasse nicht glücklich werden. Es wird zu viel wiederholt und er hat große Teile des Stoffes bereits erfasst." Das war für mich eine Ansage, die ich sehr ernst genommen habe, trotz meiner persönlichen Bedenken und grundsätzlichen Einstellung gegenüber Akzeleration in Bezug auf MEIN Kind.
Und um noch einmal auf den Altersunterschied, der in der Pupertät dann Probleme machen kann, zurück zu kommen:
Dein Einwand stimmt durchaus. Der Altersunterschied kann Probleme bereiten. Auch in der Grundschule, nicht nur ab der weiterführenden Schule.
NUR: Altersunterschiede gibt es in JEDER Klassenstufe, 2 Jahre Unterschied sind normal vom Ältesten zum jüngsten Kind. Es können sogar 3 Jahre sein... Mein Kind wird altersmäßig nicht sonderlich aus dem Rahmen fallen in der 3. Klasse. Er wird im Oktober 8. Manche sind schon 8 und werden somit im Schuljahr 9, wenn sie in die 3. Klasse kommen, manche werden, so wie mein Sohn, noch 8 im Laufe des Schuljahres. Und dann kommen noch die Sitzenbleiber und die Früheingeschulten. Es ist also unsinnig, sich genau an diesem Nachteil so unnachgiebig festzuhalten. In unserem Fall. Er überwiegt definitiv nicht die auf dem Papier stehenden Vorteile.
Ich gehörte immer zu den Ältesten in der Klassenstufe, weil ich mit 6 in einer freien, staatlich (noch) nicht genehmigten Schule war, diese dann nicht genehmigt wurde

und ich das 1. Schuljahr dann in der Regelschule als 7-jähriges Sommerkind begann. Und dennoch: ich war NICHT die erste in der Disco, nicht die Erste mit Busen und nicht die erste mit fahrbarem Untersatz

. Fürs Kino hatte ich auch oft kein Geld und es war absolut kein Problem für mich auf meine 1 Jahr jüngere Klassenkameradin und Freundin zu warten, bis sie auch in den Film ab 12 durfte.
Altersabstand KANN, muss aber nicht zum Problem werden. Es kommt immer auch auf die Menschen an, die du triffst, auf deine eigene Einstellung und deine eigene Erwartungshaltung.
Wenn ein Kind 2x springt und womöglich auch noch früh eingeschult wurde oder mit knapp 6, DANN ist der Altersunterschied irgendwann deutlich. Aber 1-2 Jahre sehe ich als absolut normal und unkritisch an.
Danke dir für deine guten Wünsche. Ich wünsche dir auch alles Gute