Re: Hilfe! Überanpassung...
Verfasst: Di 12. Feb 2019, 11:17
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Austausch zum Thema Hochbegabte Kinder
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Das gab es im Gymnasium meiner Kindheit auch. Mit dem Unterschied, dass die selbstgegebene Note vom Lehrer einfach übernommen wurde, und ich auf diese Weise als typisches sich selbst unterschätzendes Mädchen eine ungerecht schlechte Note im Mündlichen bekam. Trotzdem schaffte ich es nicht, das nächste Mal eine bessere Note zu sagen, es ging einfach nicht. Ich hätte mich zu Tode geschämt, wenn ich eine zu gute Note gesagt hätte.An der Schule meiner Kinder müssen die Kinder sich regelmäßig selber einschätzen. Mittels eines Fragebogens bewerten die Lehrer, in einigen Fächern, die mündliche Note die sich die Kinder selber vergeben. Also wie schätze ich meine mündliche Leistung ein. Das ist immer ein ganzes DIN A4-Blatt. Weicht die Differenz sehr stark ab (Selbsteinschätzung zur Lehrereinschätzung), gibt es Gespräche.
Das sehe ich auch so. Meiner Meinung liegt es auch an dieser geschlechtertypischen Selbstüberschätzung der Jungs und v.a. Selbstunterschätzung der Mädchen, dass in Führungspositionen immer noch so wenig Frauen sind. Da greift genau der Mechanismus, den Koschka beschreibt - Männer prahlen und übernehmen Aufgaben, denen sie nicht wirklich gewachsen sind, beißen sich irgendwie durch und lernen es dadurch. Frauen lehnen Dinge, die sie eigentlich beherrschen, ab, denn es ist ja nicht sicher, dass sie es wirklich können. Und nichts wäre schlimmer, als behauptet zu haben, man kann etwas, und das dann nicht hinzubekommen. Männern ist so etwas egal. Dadurch lernen die Frauen aber auch nicht dazu und sind unglücklich. Und irgendwann beherrschen die prahlenden Männer die Dinge dann wirklich besser, weil sie viel mehr trainieren konnten. Ich denke gerade konkret an einen angeberischen Mitstudenten, dem man nichts glauben konnte, weil er einfach irgendeinen Mist erzählte, wenn er die Fakten nicht wusste. Und Fakten wusste er selten. Die Prüfung schaffte er mit Ach und Krach. In den ersten Berufsjahren leistete er sich Haarsträubendes, was aber vom Chef seltsamerweise nie bemerkt wurde, der Chef war im Gegenteil sehr überzeugt von ihm. Mittlerweile ist er selbst in einer hohen Führungsposition und ich denke mal, dass er mittlerweile durch viel Versuch und Irrtum sogar Fachkompetenz erworben hat.Überschätzung ist m.E ein typisches Phänomen der Jungs.
Dito!Koschka hat geschrieben:@alibaba
so unterschiedlich sind die MenschenIch gehe am liebsten auf den höchsten Berg, den ich ohne spezielle Ausrüstung und Ausbildung erreichen kann. Der Muskelkater ist mir egal. Meine Großen sind genauso gestrickt. Sie sind mit mir schon mit Vollgepäck bei 40 grad Hitze durch den tropischen Wald voller Blutegel tagellang gestiefelt. Vor allem meine Tochter ist da sehr taff und liebt solche Strapazen. Mir bringen solche "Exkursionen" tiefe Zufriedenheit. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich die Natur liebe und gerne alleine mitten im Nichts bin oder an dem Akt der Selbstüberwindung. Ich nehme jede Strapaze auf mich um noch mehr zu sehen. Erst wenn es anstrgengend ist, wird es für mich interessant.