Re: Lagebericht 2 Wochen Freie Schule
Verfasst: Mo 10. Okt 2016, 12:51
puh alibaba, das klingt aber arg nüchtern und hat mit dem Weg, den ich gehe oder meinen Kindern empfehlen würde wenig zu tun- wer Kunst oder Musik oder Schauspiel "nur" als Hobby betreibt, kann sich wahrscheinlich nur schwer vorstellen, was es bedeutet, eine professionelle Ausbildung an einer entsprechenden Hochschule genossen zu haben bzw. was es bedeutet, diese Berufe professionell auszuüben. Dass das Ausüben von Kunst einen tieferen Sinn und eine tiefere Erfüllung hat als nur der vermeintliche wirtschaftliche Erfolg oder die Annerkennung anderer. Klar, man darf die äußeren Bedingungen nicht aus den Augen verlieren, aber deswegen seine Träume und Ziele gar nicht erst versuchen umzusetzen?
Auch diese Schilderung der Gestaltung der Freizeit und des "Dazugehörens" zu einer bestimmten Gruppe---- ich weiss nicht. Mir ist es wichtig, dass in meinem Leben und damit auch im Leben meiner Kinder Beziehungen zu anderen Menschen passieren und es zu echten Begegnungen kommt. Da ist es mir egal, ob diese anderen Menschen ein Haus mit Garten besitzen, ein Instrument spielen, auf´s Gymnasium gehen. Wir wohnen ja auch in so einer typisch, wohlhabendenden, ländlichen, süddeutschen Gegend, aber an diese Mentalität werde ich mich wohl nie gewöhnen. Wenn ich mir anschaue, wie das hier läuft und es klingt ähnlich wie bei Euch, dann frage ich mich oft: Wieweit greife ich ein? Will ich wirklich alles für meine Kinder bestimmen und planenen? Einfluss auf Freundschaften nehmen? Ich finde es einigermaßen furchtbar, wenn z.T. im Kindergarten Eltern darüber entscheiden, mit welchem Kind gespielt werden darf und mit welchem nicht, aus lauter Furcht daraus heraus, dass das eigene Kind in einen "schlechten Einfluss" gerät... wieviel Vertrauen zeige ich da meinem Kind und unserem Familiensystem?
Klar, bestimmen wir, lenken wir, wenn wir entscheiden, welcher Kindergarten, welche Schule, welche weiterführende Schule. Aber diese Entscheidungen treffe ich doch vor allem aus der Frage heraus, was tut meinem Kind gerade gut, was braucht es, um ein zufriedener, erfüllter, sozialer, mitfühlender Mensch zu werden (und ja, natürlich auch ein Mensch, der für sich selbst und andere Verantwortung übernehmen kann und für sich sorgen kann) und nicht ausschließlich aus der Frage heraus, was wird später auf seinem Gehaltszettel stehen und dass der erlernte Beruf einer ist, der "anerkannt" ist?
Auch diese Schilderung der Gestaltung der Freizeit und des "Dazugehörens" zu einer bestimmten Gruppe---- ich weiss nicht. Mir ist es wichtig, dass in meinem Leben und damit auch im Leben meiner Kinder Beziehungen zu anderen Menschen passieren und es zu echten Begegnungen kommt. Da ist es mir egal, ob diese anderen Menschen ein Haus mit Garten besitzen, ein Instrument spielen, auf´s Gymnasium gehen. Wir wohnen ja auch in so einer typisch, wohlhabendenden, ländlichen, süddeutschen Gegend, aber an diese Mentalität werde ich mich wohl nie gewöhnen. Wenn ich mir anschaue, wie das hier läuft und es klingt ähnlich wie bei Euch, dann frage ich mich oft: Wieweit greife ich ein? Will ich wirklich alles für meine Kinder bestimmen und planenen? Einfluss auf Freundschaften nehmen? Ich finde es einigermaßen furchtbar, wenn z.T. im Kindergarten Eltern darüber entscheiden, mit welchem Kind gespielt werden darf und mit welchem nicht, aus lauter Furcht daraus heraus, dass das eigene Kind in einen "schlechten Einfluss" gerät... wieviel Vertrauen zeige ich da meinem Kind und unserem Familiensystem?
Klar, bestimmen wir, lenken wir, wenn wir entscheiden, welcher Kindergarten, welche Schule, welche weiterführende Schule. Aber diese Entscheidungen treffe ich doch vor allem aus der Frage heraus, was tut meinem Kind gerade gut, was braucht es, um ein zufriedener, erfüllter, sozialer, mitfühlender Mensch zu werden (und ja, natürlich auch ein Mensch, der für sich selbst und andere Verantwortung übernehmen kann und für sich sorgen kann) und nicht ausschließlich aus der Frage heraus, was wird später auf seinem Gehaltszettel stehen und dass der erlernte Beruf einer ist, der "anerkannt" ist?