sinus hat geschrieben:Oha, Rabaukenmama. Das ist so traurig... ich wäre sehr enttäuscht und ja, auch verärgert.
Und ich würde auf jeden Fall nachhaken. Ich würde wohl direkt einen Termin machen bzw dort auf der Matte stehen.
Falls es am "autistischen Verhalten" deines Sohnes liegt, würde ich nochmals deutlich sagen, dass das unter Diskriminierung
fällt und auch erzählen, welche Odyssee ihr da jetzt schon durch habt.
Es kann doch nicht sein, dass keiner sich die Mühe machen mag, sich so eines besonderen (und ich meine das NICHT negativ!) Kindes anzunehmen...
Was ist denn mit den Schulen bloß los?
Ich drücke euch ganz fest die Daumen, dass sich noch irgendwo ein guter Weg für euch auftut!!!!
Wegen nachhaken: habe ich versucht, doch die Schule hält sich (wie erwartet) bedeckt. Die Auswertung des Englischtests bekommen die Eltern generell nicht, das ist nicht so vorgesehen. Und wenn er nicht bestanden hat dann ist es eben so...
Und: Gymnasien dürfen sich ihre Schüler aussuchen. Es gibt keinerlei rechtliche Möglichkeiten, gegen ein Gymnasium vorzugehen, wenn diese ein Kind - aus welchen Gründen auch immmer! - ablehnt.
Dann habe ich versucht, beim örtlich nächstgelegenem Gymnasium einen Gesprächstermin wegen Aufnahme zu bekommen - und bin abgeblitzt, weil wir "zu weit weg" wohnen. Sie nehmen nur Kinder im Umkreis von 1,2km auf und wir sind 2km entfernt. Blöderweise ist das aber kein anderes Gymnasium näher...wir müssten "irgendein" Gymnasium im Nachbarbezirk aussuchen, wo weniger Anmeldungen sind, was aber dafür deutlich weiter entfernt liegen würde und auch deutlisch schwerer zu erreichen wäre...
...daher habe ich jetzt doch das "Angebot" des anderen Gymnasiums, das meinen Sohn für die bilinguale Klasse abgelehnt hat, angenommen, und wir haben in 4 Wochen dort ein Aufnahmegespräch. Naja,...
...parallel dazu will mein Sohn auf eigenen Wunsch noch einen aufwändigen Aufnahmetest (mehrere Termine, insgesamt über 4 Stunden!) für eine spezielle Begabten-Klasse an einem Gymnasium in Niederösterreich machen. Dort könnte er die Unterstufe statt in 4 Jahren in 3 Jahren machen und es gibt (angeblich) viel vertieften Unterricht und weniger Wiederholungen als an einer "normalen" AHS. Für meinen faulen Sohn sicher eine echte Herausforderung

. Wobei ich da nicht große Hoffnungen hege, denn außer einem kognitiven Test gibt es auch Gruppenarbeit. Zumindest bisher war Gruppenarbeit nie die Sache meines Sohnes - er hatte aber auch noch nie kognitiv ähnlich fitte Kinder als Arbeitspartner. Ich lasse das ohne große Erwartungshaltung auf uns zukommen.
Ehrlich gesagt wäre eine Schule in NÖ nicht nur aus Entfernungsgründen (Bus/Bahn/Fußweg) nicht gerade ideal. Es käme dazu, dass wir dort eine Schulbegleitung (sofern sie nötig sein sollte) komplett selbst finanzieren müssten, während sie in Wien (mit Nachweis der Autismus-Diagnose) für 8 Stunden pro Woche von der Gemeinde bezahlt würde. Aber wenn mein Sohn wider Erwarten diesen Test tatsächlich schaffen und in die Begabtenklasse aufgenommen werden sollte, müssten wir das halt auf uns zukommen lassen.
Wenn nicht haben wir vielleicht noch eine Chance auf einen Platz auf dem Gymnasium, wo er in der billingualen Klasse abgelehnt wurde. Puh, ich hätte nie geglaubt, dass es so schwierig sein könnte, einen Gym-Platz für ein Kind mit Notendurchschnitt 1,1 zu bekommen

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