eingreifen oder laufen lassen?

Probleme und Lösungen für den Kindergartenalltag

Re: eingreifen oder laufen lassen?

Beitragvon alibaba » Do 26. Sep 2019, 10:13

Koschka hat geschrieben: Der Augenarzt ist überall flächendeckend überlastet, weil ab einem bestimmten Alter jeder Mensch schlechter sieht und eine Brille braucht.


Nur weil ich im Alter schlechter sehe, muss ich nicht zwangsläufig zum Augenarzt. Eine Lesebrille kann, ohne Probleme, ein Optiker anfertigen, ohne das ich jemals beim Augenarzt saß.

Deine Argumentation, dass ein hier Augen-Arzt überlastete ist, weil man ab einem bestimmten Alter jeder Mensch schlechter sieht - ist schon richtig, Aber das betrifft jeden Arzt. Tendenziell muss ich ja im Alter öfter zum Arzt als wenn ich noch jung und gesund bin, denn ab einem bestimmten Alter bin ich einfach häufiger "krank". DAS ist also kein Argument dafür, dass ein Augenarzt es nicht schafft, dass Patienten mit einer angemessenen Wartezeit dort sitzen. Ich tendiere eher dahin zu sagen, es gibt einfach zu wenig ausgebildete Augenärzte. Warum? Keine Ahnung. Allgemeinärzte haben wir hier wie "Sand am Meer". Augenärzte nur zwei. Vergütung? Mhhh… ich behaupte mal, dass ich beim Augenarzt schon mehr Geld mit IGeL-Leistungen dort gelassen habe, als bei allen anderen Ärzten zusammen. ;)

Koschka hat geschrieben: Beim Rhematologen warten man ein halbes Jahr auf einen Termin.


Natürlich ist das hier auch so. Je weniger Ärzte, umso länger die Terminwartezeit. Daraus kann ich aber keine Rückschlüsse aus der Wartezeit ziehen.

Koschka hat geschrieben: Aber man kann ja alles abstreiten. Die Ärzte wandern aus. Punkt. Weil ihnen die Vergütung und die Bürokratie nicht mehr passen.


Ich streite gar nichts ab. Ich behaupte lediglich, dass es nicht an Vergütung und Bürokratie liegen kann, warum es ein Arzt fast ohne Wartezeiten schafft, ein anderer aber nicht. Das ist wie mit dem Kindergarten Portfolio. Die einen schaffen das, die anderen nicht. Ein Lehrer differenziert, ein anderer nicht.
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Re: eingreifen oder laufen lassen?

Beitragvon alibaba » Do 26. Sep 2019, 10:36

Rabaukenmama hat geschrieben:
Wobei der persönliche Kontakt für mich wesentlich wichtiger war, als der Pack Zetteln, den ich am Ende jedes Kindergartenjahres bekommen habe. Im Portfolie stand eigentlich nicht drin, was ich nicht schon aus persönlichen Gesprächen mit den Betreuerinnen gewusst hätte.


Das ging mir ähnlich. Ich fand es aber trotzdem hilfreich, wenn eine dritte Person mich bestätigte oder korrigierte. Dann aber das gleich zum Anlass nahm um genauer hinzusehen. In keinem Kiga hatte ich das Gefühl, dass ich von A schwätze und die Erzieherin von B. Es hat in der Regel immer gestimmt. Nicht nur kognitiv waren die hier auf Zack, auch auf anderen Gebieten. So legte mir eine Erzieherin nahe, ob ich denn nicht schon mal überlegt hätte, mein Kindklein in einer Malschule anzumelden, denn ihr "künstlerisches" Talent sollte man doch unterstützen. Just hatte ich hier, am Tag zuvor, in einer solchen Institution angerufen, da auch mir auffiel, dass das etwas wäre, was mein Kindklein begeistern könnte. Auch sprach mich der Kiga, beim Kindgroß, an einen IQ-Test machen zu lassen. Es war genau das was auch mir durch den Kopf ging. Mir fiel auf, da ist etwas. Den Damen fiel das auch auf.
Nehme ich jetzt all das mal zusammen, muss ich mich über die Dinge eben nicht wundern. Und auch nicht darüber, das hier eben ein sehr gutes Portfolio eine Selbstverständlichkeit war.

Und ich möchte, da es ja gerade Thema in den Nachrichten war und @Sinus den Betreuerschlüssel hier angab, mitteilen, das hier in einer Gruppe ca. 20 Kinder waren und es dafür 2 Erzieherinnen gab. Eigentlich auch ein viel zu kleiner Betreuerschlüssel. Alleine also am Betreuerschlüssel kann es nicht liegen.
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Re: eingreifen oder laufen lassen?

Beitragvon Meine3 » Fr 27. Sep 2019, 20:49

Noch einmal … ist das so schwer … es geht NICHT um den genauen Ablauf eines Tages und auch nicht um ein "Pups"protokoll! Es ist so schade, dass Du hier total übertreibst. Gut - Du weißt es nicht besser - aber dann kommentiere es nicht.


Hallo alibaba,

und wieder wirst DU unsachlich. Ich versuche dennoch dieses Mal sachlich zu bleiben.


Das mit dem "Pups"-Protokoll ist nicht total übertrieben... Es wird in jeder "Regel"Kita, ein Protokoll darüber geführt wie oft die Kinder auf die Toilette gehen, ob es "groß" oder "klein" war und bei Wickelkindern, die trocken werden, wie oft sie etwas "in die Hose" ging, in einem vorherigen Post habe ich es daher Kloprotokoll genannt. Nimm diesen Begriff, wenn der dir lieber ist :roll: . Das wird tatsächlich schriftlich festgehalten. Ich bin im Elternbeirat des jetzigen Kindergartens und weiß daher offensichtlich mehr als du und nicht weniger...Ich habe also lediglich beschrieben, was alles protokolliert und dokumentiert wird.
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Re: eingreifen oder laufen lassen?

Beitragvon Meine3 » Fr 27. Sep 2019, 20:53

alibaba hat geschrieben:
Meine3 hat geschrieben:Zum Thema der Begrifflichkeiten Portfolio:

Definition Portfolio:


Port·fo·lio
/Portfólio/
Substantiv, Neutrum [das]
1a.
VERLAGSWESEN
(mit Fotografien ausgestatteter) Bildband
1b.
KUNSTWISSENSCHAFT
Mappe mit einer Serie von Druckgrafiken oder Fotografien eines oder mehrerer Künstler



Hat also NICHTS mit einem Entwicklungsbericht zu tun...


Du musst mir nicht die Begrifflichkeit aus Wikipedia vom Portfolio zitieren …… ich habe den Begriff nicht erfunden - das heißt hier so, "Kindergarten Portfolio".

Grundsätzlich manifestiert sich hier mein Eindruck …… schlecht geführtes Portfolio - schlecht geführter Kindergarten, mit all den vielen Problemen, dass eben die Kinder nicht gerne dahin gehen. Hier gab es aufmerksame Erzieherinnen, NIE waren deren Informationen anders als das was ich feststellte, verschiedene Erzieherinnen sprachen mich an, meine Kinder gingen sehr gerne in den Kiga, es gab Differenzierung und jedes Kind wurde individuell wahrgenommen, es gab Zeit und Räume sich mit den Kindern zu beschäftigen UND eben ein tolles Portfolio. Ich behaupte ja jetzt mal ganz unverfroren - mit HB hat eine Passung Kindergarten - Kind überhaupt nichts zu tun, sondern mit der Führung eines solchen. Da ergibt nämlich das eine dem anderen. Gut beobachtet, gutes Portfolio, gutes Elterngespräch, gute Differenzierung und eingehen = ein Kind was sich wohl fühlt. Hochbegabung hin, Hochbegabung her.



Meine Liebe...

wenn du mit Zitaten aus dem Internet um dich schmeißt, du dieses "Instrument" also für deine Argumentation für nützlich hältst, ist das in Ordnung. Tue ich das selbe, dann wirst du aggressiv... :gruebel:

Ja, ich habe ja auch gesagt, dass es bei Euch vielleicht so genannt wird, bei uns aber nicht. Bei uns ist ein Portfolio eben genau das, was es laut Begfriffsdefinition auch sein sollte. Ein Bildband als Erinnerung. Bei uns heißt das, was bei Euch ein Portfolio genannt wird, Entwicklungsbericht und wird natürlich auch schriftlich festgehalten, den Eltern aber meist nur mündlich im Entwicklungsgespräch mitgeteilt, welches jährlich stattfindet. Bei Bedarf auch öfter. Wie schon mehrfach erklärt :roll: , ist für mich Entwicklungsbericht auch der treffendere Begriff. Diese Entwicklungs-Checks finden hier statt und nicht, wie du nun schon mehrfach behauptet hast, NICHT.

Das trifft lediglich auf unseren alten Kindergarten zu, der aber SEHR GUT ohne schriftliche Entwicklungsberichte differenzieren konnte. Der neue Kindergarten wiederum kommt, trotz aller Dokumentation nicht so gut zurecht mit Indiviudalität und Differenzierung. Deine Vermutung, dass eine schlechte Differenzierung also von zu wenig Dokumentation herrührt ist schlicht falsch.

Es ist nicht so, dass ich dir nicht zuhöre. Du hörst mir nicht zu.

:fahne:
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