Wie lange habt ihr gestillt? Eure Erfahrungen?

ganz allgemein zu Kleinkindern, ob nun aufgeweckt, klug oder hochbegabt

Re: Wie lange habt ihr gestillt? Eure Erfahrungen?

Beitragvon Linasina » Fr 18. Apr 2014, 23:13

Das mit dem Durchstillen während einer Schwangerschaft ist bei Risikoschwangerschaften nicht ohne da es Wehen auslösen kann aber bei einer problemlosen Schwangerschaft spricht nichts dagegen. Nach der Geburt wird genauso Vormilch gebildet und der Milcheinschuss ist schneller.
Es kann sein dass dem ersten Kind die Milch bei einer Schwangerschaft nicht mehr schmeckt.
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Re: Wie lange habt ihr gestillt? Eure Erfahrungen?

Beitragvon Edainwen » Sa 19. Apr 2014, 08:57

@sogesehen: Die Milch wird immer an das jüngste Kind angepasst, d.h. nach der Geburt gibt es einen Milcheinschuss und wieder Säuglingsmilch. Dass die Milch anders schmecken soll, war mir auch bekannt, außerdem wurde sie während der Schwangerschaft deutlich weniger. Das alles hat meine Große aber nicht daran gehindert, durchzustillen - und nach dem Milcheinschuss war sie selig, dass die Quelle wieder so voll sprudelte :lol: - Von vorzeitigen Wehen war bei mir auch nichts zu bemerken - im Gegenteil, nach Blasensprung musste irgendwann eingeleitet werden, da sich gar nichts tat , war ja aber auch keine Risikoschwangerschaft ;)
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Re: Wie lange habt ihr gestillt? Eure Erfahrungen?

Beitragvon sinus » Sa 19. Apr 2014, 20:35

Was ist denn eigentlich der Hintergrund deiner Frage?

Ich hatte zwei normale, problemlose, aber recht lange vaginale Geburten = viel Oxytozin.
(Die letzte Geburt ist übrigens grad erst 3 Wochen her ;))
Und beide Male direkt das Bonding. Also das Kind kam noch nass und blutig direkt auf meinen Bauch und dockte in den ersten Lebensminuten an.
Beide Mädchen saugten sofort kräftig los.
Milcheinschuss war je an Tag 3.
Jetzt beim zweiten wars etwas weniger heftig/schmerzhaft.
Beide Kinder hatten schon nach Tag 5 das Geburtsgewicht wieder bzw sogar übertroffen.

Meine Große (jetzt 5 Jahre alt) habe ich insgesamt dreieinhalb Jahre gestillt.
Die Kleine - werden wir sehen.
Ich habe den Eindruck, dass das Langzeitstillen ausschließlich positive Effekte für Tochter (und auch mich) hatte, darum wirds sicher wieder recht lang werden.
Ich hatte übrigens bei der Großen nur 1x einen Milchstau, da war ich aber selbst schuld, weil ich einen Bügel-BH nicht richtig weggeschoben hatte.
Das war damals schon im 8. Monat der Stillzeit.
Also es gab außer dem nie wirklich irgendwelche erwähnenswerte Stillprobleme.

Ich hatte beide Male eine bis zum letzten Tag wunderschöne, völlig unkomplizierte Schwangerschaft und war auch von Anfang an überzeugt, gut stillen zu können. Schon, weil in unserer Familie alle Frauen problemlos gestillt haben und immer eher unter Milchüberschuss litten.
Über die Dauer habe ich mir damals keine Gedanken gemacht, sondern es einfach laufen lassen.

Ich kenne einige Mütter, die lange gestillt haben (meist so 1-2 Jahre), aber ich glaub, ich hab hier in meinem Umfeld doch mit Abstand den Rekord. :fahne:
So ab eineinhalb/zwei Jahren gabs fürs Kind aber tagsüber keine Milch mehr, nur noch früh und abends und ggf nachts (war selten nötig). Zuletzt war das Stillen nur noch "Ritual" am Abend und Tochter trank vorm einschlafen nur noch paar Schlückchen Milch. Das haben wir dann ausgeschlichen bzw hat sie es dann zunehmend einfach vergessen, einzufordern.
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Re: Wie lange habt ihr gestillt? Eure Erfahrungen?

Beitragvon Sine » So 20. Apr 2014, 00:05

Beim ersten Kind war ich auch noch sehr naiv, was das stillen betrifft. Geboren wurde Sohnemann im Geburtshaus, was sehr gut war, auch wenn ich unter der Geburt die Hebammen angebettelt habe, sie mögen mich in die Klinik bringen. Haben glücklicherweise nicht drauf gehört, bzw. war es eh schon zu spät. Leider hatte Sohnemann einen Neugeboreneninfekt und wurde auf eine Frühchenstation verlegt. Hebamme hat es geschafft, daß ich auch eingewiesen werde. Also landeten wir doch in der Klinik, die ich aber sehr angenehm in Erinnerung habe. So war ich zwar auf einer anderen Station, aber dicht beim Kleinen. Ich konnte auch jederzeit zu ihm, und wir hatten geklärt, daß ich stillen möchte, was akzeptiert wurde.
Also wurde ich etwa alle 4 Stunden gerufen, was schon anstrengend war, da ich Schwierigkeiten mit dem Laufen/sitzen hatte. Das Problem der ersten Tage war, daß Sohnemann, sobald ich ihn auf den Arm nahm, immer seelig eingeschlafen ist. Also mußte ich abpumpen und pumpen und das haben sie ihm dann gegeben, z.B. nachts. Stillberaterin, Hebamme - niemand konnte helfen, bis jemand auf den
Gedanken kam, daß ein Stillhütchen Abhilfe schaffen könnte. Und das klappte dann tatsächlich, war nicht so anstrengend für den Kleinen und wir haben es später weglassen können, ohne das es ihn störte.

Zu Hause pegelte es sich dann ganz gut ein. Mit dem 5./6. Monat begannen wir kleine Mengen zu zufüttern, weil wir das Gefühl hatten, er wird nicht satt. Das es Wachstumsphasen gibt, wo die Babys wieder häufiger trinken wollen, muß mir irgendwie entfallen sein. Auch auf Reisen hat er manchmal ein Fläschchen bekommen (Säuglingsmilch, also fertige), weil er einfach nicht zufrieden war. Andererseits hatte er in diesen Monaten aber auch schon jeden Bissen abgezählt, den wir aßen. Völlig abgestillt hatte er sich irgendwann mehr oder weniger alleine, bzw. habe wir es ausschleichen lassen. Da war er etwas über ein Jahr alt.

Tochter war eine Hausgeburt, war eine viel "schönere" Geburt, ich viel entspannter und ich würde mich immer wieder für diesen Weg entscheiden, wenn nichts dagegen spricht, da ich mich in diesem vertrauten Umfeld mehr fallen lassen kann. Vielleicht wäre mir das bei einer dritten Geburt aber auch gar nicht mehr so wichtig, und mir wäre der Ort gleichgültig?? Jedenfalls klappte alles ohne Probleme, sehr viel schneller als Geburt Nummer eins, und Tochter dockte auch gleich an. Milcheinschuß kam und alles lief vollkommen ohne Probleme. Bis sie sich dann praktisch fast von einen auf den tag abstillte, biß, mich angrinste, den Kopf wegdrehte und sich nicht wieder dazu überreden ließ, zu trinken (Mund zugesperrt). Das geschah dann mehrere male so, dann habe ich es sein gelassen. Ihr Interesse war verflogen. Ich glaube, daß war auch so um den ersten Geburtstag herum oder etwas früher.

Während Sohn absolut wild ist und hippelig, ist Tochter eher gemütlich und entspannt (obgleich sie auch ihre Tobephasen hat). Er hat es eilig, sie läßt sich in allem Zeit. Er legt los, ohne großartig darüber nach zu denken. Sie beobachtet und beobachtet und ist eher vorsichtiger. Er mag nicht gerne kuscheln, sie ist total kuschelig. - Ob das etwas mit den unterschiedlichen Geburtseindrücken zu tun haben kann? Das das Temperament eines Menschen von seinen ersten Erfahrungen auf der Welt, beeinflusst wird? Wobei die Geburt vom Sohn ja auch nicht hektisch war (lediglich seeeehr lang, weil ich mich einfach nicht öffnen konnte), die ersten Tage dann schon eher. Auch fehlt ihm der nahe Körperkontakt, in den ersten Tagen (es waren 7 in der Klinik).


Hat von euch schon mal jemand gehört, daß sich ein Mensch an seine ersten Lebenstage erinnern kann?


Sinus, herzlichen Glückwunsch zu Deiner zweiten Tochter.
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Re: Wie lange habt ihr gestillt? Eure Erfahrungen?

Beitragvon sinus » So 20. Apr 2014, 11:19

@sine: danke!!!
Das Thema frühe Erinnerungen hatten wir neulich erst.
Lies mal in diesem Thema:
viewtopic.php?f=6&t=3490
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Re: Wie lange habt ihr gestillt? Eure Erfahrungen?

Beitragvon Rabaukenmama » Mo 21. Apr 2014, 21:21

sinus hat geschrieben:Was ist denn eigentlich der Hintergrund deiner Frage?


Interesse und Erfahrungsaustausch
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Re: Wie lange habt ihr gestillt? Eure Erfahrungen?

Beitragvon Sine » Di 22. Apr 2014, 23:56

sinus hat geschrieben:@sine: danke!!!
Das Thema frühe Erinnerungen hatten wir neulich erst.
Lies mal in diesem Thema:
viewtopic.php?f=6&t=3490



Danke, daß werde ich gleich machen.
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Re: Wie lange habt ihr gestillt? Eure Erfahrungen?

Beitragvon alibaba » Mo 28. Apr 2014, 09:22

Koschka hat geschrieben: Ich würde gerne ihn so lange stillen, bis er sich selber dagegen entscheidet.


Meine Tochter war gerade 2 Jahre alt, als sie nach den ersten Zügen mich ansah, beide Hände nach vorne schob und "BÄ" machte. Das war das Ende der Stillzeit. ;)

Mein Sohn und stillen - daran will ich nicht zurück denken. :mrgreen:

VG
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Re: Wie lange habt ihr gestillt? Eure Erfahrungen?

Beitragvon Linasina » Mo 28. Apr 2014, 09:40

Na das nenn ich doch mal selbst abstillwille des Kindes. Meine hat mich vor ein paar Tagen auch gefitzt. Sie wollte abends nicht mehr trinken. Jetzt ist es wieder normal. Aber das Stillen wird wohl nicht mehr lange gehen und ist nach 5 Minuten beendet.
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Re: Wie lange habt ihr gestillt? Eure Erfahrungen?

Beitragvon Rabaukenmama » Fr 29. Aug 2014, 17:14

Mein Kinderarzt meinte "wenn es für mindestens einen (Mutter oder Kind) nicht mehr paßt". Dieser Rat hat mir gefallen :D .
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