Schulanfang des Sohnes, die Mittlere leidet - UPDATE

Probleme und Lösungen für den Schulalltag

Re: Schulanfang des Sohnes, die Mittlere leidet

Beitragvon alibaba » Fr 20. Sep 2019, 08:40

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Zuletzt geändert von alibaba am Do 31. Okt 2019, 15:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schulanfang des Sohnes, die Mittlere leidet

Beitragvon alibaba » Fr 20. Sep 2019, 08:49

Koschka hat geschrieben:
Ich sehe das nicht als einzige Möglichkeit deiner Tochter Leid zu erparen.


Ich sehe kein Leid.

Ich sehe, dass das mittlere Kind gerade ein wenig "zickig" ist. Die Differenz zwischen ihrer Einschulung und der Einschulung des Bruders ist gering, doof ist das Kind auch nicht - da haben auch meine Kinder reagiert - ganz unbenommen von einer Begabung. Einschulung ist eben noch für viele Kinder eine tolle Sache, die man nicht abwarten kann. Aber das hat doch mit Leid nichts zu tun. Ich habe nun überhaupt nicht den Eindruck, dass das Kind bei @meine3 leidet. Nur weil das mittlere Kind jetzt das doof findet - was meine Tochter übrigens auch fand und ich jede Menge Geschwisterkinder kenne, denen das genau so ging - bedeutet das doch nicht, dass man jetzt früheinschulen muss.
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Re: Schulanfang des Sohnes, die Mittlere leidet

Beitragvon alibaba » Fr 20. Sep 2019, 10:15

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Zuletzt geändert von alibaba am Do 31. Okt 2019, 15:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schulanfang des Sohnes, die Mittlere leidet

Beitragvon alibaba » Fr 20. Sep 2019, 10:30

Koschka hat geschrieben:@alibaba

wenn die anderen Mütter das Kind in den KG geben müssen, bedeutet das nicht, dass eine Mutter, die es nicht unbedingt muss, das auch mitmachen soll.


Wie viele Mütter kennst du denn, die Dir gesagt haben, dass sie ihr Kind in den Kiga geben, weil sie sich genötigt fühlten. Ich kenne keine einzige.

95% der Mütter zu Kigazeiten gingen hier arbeiten.
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Re: Schulanfang des Sohnes, die Mittlere leidet

Beitragvon alibaba » Fr 20. Sep 2019, 11:03

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Zuletzt geändert von alibaba am Do 31. Okt 2019, 15:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schulanfang des Sohnes, die Mittlere leidet

Beitragvon Meine3 » Fr 20. Sep 2019, 17:08

Abgesehen von der praktischen Umsetzbarkeit...


Veto. Ich kann davon nicht absehen. Es ist ein maßgebender Faktor... ;)

Du schreibst, dass deine Tochter andere Kinder braucht und deswegen in den Kindergarten gehen soll.


Ich habe dies als Reaktion auf dein Argument geschrieben, dass Geschwister ab der Pupertät als sozialen Kontakt reichen...

Aber ich verstehe nicht, warum du glaubst, dass der Kindergartenbesuch besser als die Betreuung zuhause ist. Meiner Meinung nach leidet deiner Tochter nicht nur des fehlenden Spielpartners wegen, sondern an der Gesamtsituation: auch an geistiger Unterforderung, der Begrenzung der Freiheit, dem Lärmpegel, unbeliebter Bezugperson.


Ich glaube nicht unbedingt, dass es BESSER ist, aber ich muss auch die MACHBARKEIT mit einbeziehen. Und ich könnte ihr die fehlenden Spielpartner nicht ersetzen. Ich könnte sie auch nicht "geistig" SO auslasten, dass es das komplette rausnehmen aus dem Kindergarten rechtfertigt, denn ich arbeite und hätte dann noch zusätzlich ein Kleinkind daheim.

In der deutschen Kultur sitzt die Meinung, dass ein Kind in den Kindergarten MUSS sehr fest. Die Schweizer haben das sogar im Gesetz verankert. Mein Kleiner bindet jedem auf die Nase, dass er nicht im KG war. Als ihm die Musiklehrerin meiner Tochter geantwortet hat, dass sie auch nicht im Kindergarten war, und sich am Hydrant jeden Morgen so geklammert hat, dass man sie nicht lösen konnte, war sein Erstaunen groß. Ich habe mich weiter mit der Lehrerin zum Thema unterhalten. Sie erzählte mir, dass sie dann später ohne Probleme eingeschult worden ist. Aber solche Beispiele kommen in der deutschen Kultur sehr selten vor und der Druck auf die Familien, die ihre Kinder nicht in den Kindergarten schicken ist sehr groß.


für mich steht es nicht fest. Wie schon mehrmals geschrieben. Ich denke sehr wohl darüber nach, sie rauszunehmen. Es scheitert aber, wie gesagt ;) , an der praktischen Umsetzung. NOCH dazu, bin ich nicht 100%ig überzeugt, dass das die Lösung für unser Problem ist.

Auch vestehe ich nicht, warum das der Kleinen gegenüber unfair wäre. Die Große ist in ihrem Alter auch in den Kindergarten gegangen? Dann geht sie auch bis sie so alt wird wie die Große. Wo ist da das Unrecht? :-)


Entschuldige. Aber das versteht kein 2jähriges Kind, dass das NICHT ungerecht ist (auch nicht, wenn es SEHR klug ist). Sie leben im Moment. Im Moment ist ihre große Schwester bei Mama. Sie nicht. Das wird sie als unrecht erleben. Und davon bin ich 100%ig überzeugt.

Ich sehe das nicht als einzige Möglichkeit deiner Tochter Leid zu erparen. Es gibt sicher andere. Nur bin ich aufgrund meiner Versuche, das System zu beieinflussen ziemlich pessimistisch über den Einfluss der Gespärche auf die Lehrer und Erzieher. Die Pädagogen, die einem zuhören, sind selten wie Gold. Bei mir klagt nach einer Woche Schule wieder der Kleine, dass er die Schule zum Kotzen findet. Also bin ich nicht diejenige, die für alle Fälle eine Lösung hätte
[/quote]

Das verstehe ich, Koschka. Ich habe auch "wenig Hoffnung". Aber ich werde es nicht unversucht lassen, bevor ich "drastischere" Schritte einleite, die unseren gesamten Alltag beeinflussen (z.B., dass ich nicht mehr arbeiten könnte).
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Re: Schulanfang des Sohnes, die Mittlere leidet

Beitragvon Meine3 » Fr 20. Sep 2019, 17:13

alibaba hat geschrieben:@koschka

Du vermittelst all den Müttern, die ihr Kind in einen Kindergarten geben müssen (aus den von mir schon geschriebenen Gründen) das Gefühl, dass das etwas Scheiße sei. Dem muss ich vehement widersprechen.

Bitte keinen Kindergarten, nur früheinschulen oder Klasse überspringen, HB-Klasse ….. da kann ich nur sagen, viele individuelle Wege führen nach Rom.



das habe ich nicht so empfunden. Ich merke bei Koschka einfach, dass es bei ihr sehr gut funktioniert hat und eben auch möglich war und vielleicht zieht sie es zu wenig in Betracht, dass das in anderen Familien nicht so leicht umsetzbar ist, aber ich persönlich sehe es nicht als Angriff. Unser alter Kindergarten war wie eine zweite Familie. Er war großartig. Alle kannten sich untereinander, waren größtenteils dann auch privat befreundet (nicht nur die Kinder). Meine Kinder haben dort sogar mit den Erziehern übernachtet. Eine Erfahrung, die sie immer als sehr schön in Erinnerung behalten werden und was schwer zu toppen ist. Sie sind durch den ersten Kindergarten ungemein verwöhnt ;)... und ich fühle mich nicht grundsätzlich schlecht, weil ich meine Kinder fremdbetreuen lasse (bzw. lassen HABE) und koschka dies in unserer jetzigen Situation für falsch hält. Das ist ihre Meinung und gut. Allerdings fühle ich mich grade schon schlecht, weil die Mittlere im JETZIGEN Kindergarten sich nicht gut fühlt (aus mehreren Gründen, aber der Hauptgrund sind die nun fehlenden Spielpartner, die alle eingeschult worden sind) und DAS ist ein Problem, das ich lösen muss. Irgendwie
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Re: Schulanfang des Sohnes, die Mittlere leidet - UPDATE

Beitragvon Meine3 » Di 24. Sep 2019, 11:42

So. Ich habe nochmal mit der Mittleren gesprochen, um herauszufinden, was das Hauptproblem ist.

Ihre Aussage war: ich will entweder in die Schule oder in einen anderen Kindergarten mit älteren Kindern :geek:.

Begründung:

Mit den jüngeren Kindern kann ich nicht vernünftig spielen, da sie meine Spiele nicht verstehen. Deswegen habe ich immer mit den Älteren gespielt. Sie sind alle weg und jetzt ist es sooo langweilig. Außerdem ist da eine Erzieherin, die streng ist und oft schreit (werde ich im persönlichen Gespräch ansprechen).


Ich habe ihr gesagt, dass ich sie sehr gut verstehe, dass ihr die Spielpartner fehlen und dass es blöd für sie ist, dass keine Mädchen in ihrem Alter da sind, und dass ich weiß, dass das schwer für sie ist (aktiv zugehört, mal wieder ;) ). Ich habe ihr dann aber auch mitgeteilt, dass ein anderer Kindergarten keine Lösung ist, denn selbst in ihrem alten, heißgeliebten Kindergarten wäre nun nur noch 1 Kind da, mit dem sie spielen würde, und dass wir ja auch nicht wüssten, ob im neuen Kindergarten Kinder wären, mit denen sie sich versteht. Zudem wäre sie auch dort unter den Ältesten. Sie konnte das gut nachvollziehen, auch wenn sie es blöd findet. Ich habe ihr versprochen, dass wir am Nachmittag uns viel mit ihren Freunden treffen und dass ich mit den Erziehern rede, bezüglich des streng seins. Diese Woche haben wir 2 Verabredungen, abgesehen von den 2 Sportaktivitäten...

Es sind definitiv die fehlenden Spielpartner, die ihr am meisten zu schaffen machen und nicht die geistige Unterforderung. Nach unserem Gespräch ging es ihr besser. Sie will trotzdem nicht in den Kindergarten und klagt über die Langeweile, aber geweint hat sie gestern und heute nicht. Und gestern hat sie nach dem Kindergarten sogar gesagt, dass es toll war, weil sie Blätterschlacht gemacht haben und sie mit einem Jungen gespielt hat, mit dem sie früher nicht gespielt hat :fahne: ...

Ich glaube, sie braucht auch einfach ein wenig Zeit, sich an die neue Dynamik und Gruppenzusammensetzung im Kindergarten zu gewöhnen. Wegen dem "Einheitsbrei" werde ich nochmal mit den Erziehern sprechen und die Leitung mit ins Boot holen, die Gott sei Dank ein offenes Ohr für begabte Kinder hat, da sie selbst eins zu Hause hat ;). Sie war auch diejenige, die darauf gedrängt hat unseren Sohn testen zu lassen, als er verhaltensauffällig wurde. Unsere Tochter war ihr auf den ersten Blick nicht so aufgefallen, aber das ist halt so bei den begabten, gut angepassten, sozialen Mädchen. Die fallen schnell hinten runter.

Das Thema Schule ist irgendwie garnicht mehr so präsent bei der Mittleren, seit sie merkt, dass Sohnemann schon nach einer Woche recht desullusioniert ist :? ... Sie fängt nun parallel zum Sohnemann richtig mit lesen an und hat weiterhin Freude am schreiben...

Sohnemann war schwer frustriert nach der 1. Mathestunde ("wir haben überhaupt kein bißchen gerechnet, MAMA!" ) und hat bereits an Tag 4 die Mathehausaufgaben (die 2 schreiben, unzählige Male :roll: ) fast verweigert mit Wutanfall und der Aussage, dass er NIE WIEDER Hausaufgaben macht :schwitz:. Klassenlehrer-Unterricht findet er gut, aber auch oft langweilig (sprich: Deutsch, Sachkunde und Sport, sowie Kunst). Er mag und respektiert seine KL sehr, das hilft ungemein, ihn bei der Stange zu halten. Er möchte gefallen und ist daher bemüht, alles brav mitzumachen. Ich glaube Mathe findet er so ätzend, weil die Mathelehrerin nicht so sein Fall ist. Er hat das zwar so nicht gesagt, aber er ist oft sehr höflich und will niemanden verletzen, negative Dinge über andere Menschen zu sagen, fällt ihm oft schwer. Das geht schon los, wenn ihm was nicht schmeckt, das zu sagen, weil er Angst hat, ich könnte dann traurig sein. Zur Mathe-Lehrering meinter er daher nur:" na, Mama. Sie ist halt strenger..."... Alles in allem sehe ich da noch was auf uns zu kommen. Sohnemann liest nun zu Hause (der Schlingel kann die meisten Buchstaben nämlich DOCH schon längt, sogar die Kleinbuchstaben) und auf der Straße alles was ihm in die Quere kommt, da ist er sehr motiviert. Endlich muss er nicht mehr mit angezogener Handbremse durch den Tag laufen.

Nur das schreiben macht ihm immer noch so überhaupt keinen Spaß. Ich komme mehr und mehr zu dem Schluss, dass er einfach ein stark auditiver Lern-Typ ist und seine visuellen Verarbeitungsfähigkeiten und Fertigkeiten (sprich: die Feinmotorik) sich in Grenzen halten :lol:. Daher macht ihm das Mühe und sich anstrengen ist halt nicht so sein Fall 8-), außer es kommt von IHM aus. Wenn er sich allerdings bemüht macht er rasant schnell Fortschritte. So hat er beim 2er schreiben die ersten beiden 2en noch sehr krakelig geschrieben, die restlichen waren sehr ordentlich und schön (trotz Wutanfall, ständigem radieren, weil es ihm nicht gut genug war, etc.). Ein anderer für mich überraschender Knackpunkt beim Boykott gegen die 2 :D war, dass er bei einem Kästchen die 2 immer wieder weg radiert und neu geschrieben hat und es wollte nicht so klappen, wie er es sich vorstellte. Darüber geriet er sehr in VErzweiflung bis er schrie:" ich bin so eine blöde Kuh!!" (ich musste fast lachen, weil ich das so goldig fand, aber die Lage war sehr ernst). Ich nahm ihn daraufhin in den Arm und versicherte ihm, dass noch nicht perfekt schreiben können NICHTS mit blöd sein zu tun hat, sondern allein mit Übung. Er hat danach auch die Hausaufgaben beendet. Aber daran habe ich noch einmal gesehen wie er tickt. Da ihm vieles so leicht fällt, ist er es überhaupt nicht gewohnt, dass ihm etwas Mühe bereitet. Das Schreiben bereitet ihm aber Mühe. Er ist Perfektionist und erwartet von sich, dass er das ebenso schnell und gut kann, wie (fast) alles andere... :roll:


Der neue Kurs "TAEKIMA" (eine Kombi aus Selbstverteidigung, Fitness und Entspannungsübungen) hat beiden Kindern sehr gut gefallen. Die Mittlere ist dort die Jüngste (es geht normalerweise erst mit Schulbeginn los), kennt aber viele Kinder noch aus dem Kindergarten. Sie hat sich problemlos integriert und ist in keinster Weise als Jüngste aufgefallen (außer vielleicht von der Körpergröße :mrgreen: ). Sohnemann ist dort auch überhaupt nicht verhaltensauffällig, allerdings gibt es dort einen Jungen (der anscheinend auch im Klassenzimmer ständig stört und nach 1 Woche schon ganz hinten auf einem Einzelplatz sitzt), der ihn so ein wenig auf dem Kieker hat und mein Sohn springt leider voll drauf an und lässt sich immer wieder von diesem Jungen provozieren.


Das von unserer 1. Schulwoche, bzw. 1. Kindergartenwoche...

Gruß,

Meine3
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Re: Schulanfang des Sohnes, die Mittlere leidet - UPDATE

Beitragvon Meine3 » Di 8. Okt 2019, 10:52

Update:

Ich hatte nun das Gespräch im Kindergarten und das Ergebnis ist, dass sie eigentlich schon versuchen, individuell auf sie einzugehen, sie aber anscheinend oft blockiert :roll: (nä, will ich nicht. ist langweilig!). Sie macht das derzeit vermehrt auch zu Hause. Sie klagt über Langeweile, ist lustlos und außer mit malen bekommt man sie grade irgendwie zu nicht viel motiviert: Spielplatz doof, Museum doof,Sport auch doof (weil sie sich da einmal ein wenig weh getan hat, will sie nicht mehr hin :evil: ), alles doof... Wenn man sie aber dazu "zwingt" (Beispielsweise auf den Spielplatz oder in den Wald zu gehen, da 2 von 3 Kindern eben wollen, nur sie nicht), dann hat sie dort auch Spaß. Ich hoffe, das ist nur eine Phase.

Die Erzieherin hat mir erzählt, was sie alles anbieten und unternehmen, um sie bei Laune zu halten und ich muss sagen, es ist weit mehr, als ich gedacht hatte. Sie bieten ihr an, ihr Aufgaben zu geben, wenn sie "lernen" möchte, basteln mit ihr "exklusiv", sie bieten ihr Spiele und Bücher für ältere Kinder an, sie nehmen sie in fast jedes Angebot mit (Holzwerkstatt, Kochen, Experimentieren, Snoezelraum...), obwohl sie dadurch den anderen Kindern bevorzugt wird, da normalerweise durchgemischt wird. Die Erzieherin berichtet auch, dass Tochter, wenn ein Angebot stattfindet, regelrecht aufblüht und dann immer begeistert mitmacht und fröhlich ist. So habe ich das selbst auch wahrgenommen.

Ich habe mit der Erzieherin auch über Quereinschulung und Hospitation an der GS gesprochen. Sie meinte, dass sie auch mit der Vorschul-Erzieherin gesprochen habe im Vorfeld und diese den kognitiven Vorsprung auch in allen Bereichen bemerkt habe (vor allem aber im schreiben (Buchtstaben und Zahlen), lesen, malen (sie malt mit 5 z.B. elipsenförmige Augen mit Iris, Pupille, Wimpern, die Nase mit Nasenlöchern, etc...), und logisch schlussfolgern, in Sachen Hilfsbereitschaft, wobei letzteres für mich eher ein Charakterzug ist). Trotzdem hat verhalten auf Quereinschulung, bzw. Hospitieren reagiert, aber war auch nicht total ablehnend und versteht meine Beweggründe darüber nachzudenken. Da ich aber weiterhin Bauchweh mit dieser Lösung habe, kommt es nicht in Frage.

Ihr bis vor kurzem bester Freund, der mit Sohnemann in der Parallelklasse eingeschult wurde, schneidet sie jetzt, da sie noch ein "Kindergartenkind" ist :cry:. Das tut natürlich weh. Ich sehe daher wirklich keine Lösung, sie vorzeitig einzuschulen, wenn sie dann dort geschnitten wird, weil sie "zu jung" ist und mitten im Jahr dazu kam, dies aber ihr Hauptproblem ist (fehlende Spielpartner).

Letztendlich haben wir eben im gemeinsamen Gespräch festgestellt, dass Tochter hauptsächlich unter dem Verlust der Spielpartner leidet und es leider auch grade sehr ungünstig ist mit der Gruppenzusammenstellung, da in ihrer Gruppe fast nur 3 Jährige sind. Alle Kinder suchen immer wieder Kontakt zur Tochter, sie ist sehr beliebt, sie lehnt den Kontakt zu den meisten Kindern aber von sich aus ab :roll:.

Dadurch, dass es nun wieder mehr Angebote geben wird (es gab hohen Krankenstand unter den Erziehern) und dies in der letzten Woche schon an ihrem Verhalten und ihrer Laune spürbar war, bin ich verhalten optimistisch, dass es mit Beginn des Waldtages und dem einrichten des "Vorschulregales" (mit Material nur für die Vorschüler) besser wird.
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Re: Schulanfang des Sohnes, die Mittlere leidet - UPDATE

Beitragvon sinus » Mi 9. Okt 2019, 10:26

...die von dir beschriebene Phase hatte meine Tochter genau so im Sommer ganz arg! (ich schrieb davon auch hier)
Aktuell läuft es richtig rund und das Kind blüht auf.
Wie schon anderswo beschrieben sehe ich die Gründe im neu begonnenen Instrument (sie ist mit Begeisterung bei der Sache und will häufig zusätzlich Sachen üben, die sie gar nicht auf hat), den Vorschulangeboten im Kindergarten und vor allem in neu geknüpften Freundschaften.
Tochter ist derzeit wirklich nahezu jeden Nachmittag verabredet, geht zu Freunden oder hat Freunde zu Hause.
Und im Kindergartenalltag freut sie sich auf die regelmäßige Angebote. Ich glaube, nicht nur die Angebote an sich sind es, sondern auch die Verlässlichkeit: da passiert was Spannendes an Tag XY.
So freut sie sich schon viele Tage vorher auf den Mittwoch 1x im Monat, wo der Kochkurs stattfindet. Und am WE freut sie sich auf den Dienstag, weil da der "Wachbleibetag mit Aufgaben" ist. Und auf den Donnerstag, weil da die Zuckertütenstunde stattfindet.
So hangelt sie sich von kalkulierbarem Highlight zu Highlight und kann wohl die weniger schönen Stunden besser aushalten...

Ich würde jetzt noch mal ganz gezielt schauen, ob ihr sie nicht in Kindergarten und Freizeit mit einem anderen, gut passenden Kind besser "verkuppeln" könnt.

Ich drück euch die Daumen, dass die Phase bei euch auch bald nachlässt. Berichte weiter!

(Übrigens hat mein Kind inzwischen auch die erste Zahnlücke. Das ist auch ein Punkt, auf den sie irre stolz ist und den sie seeeeeeeehr herbeigesehnt hat. Es gibt ja den Spruch "wackeln die Zähne, wackelt die Seele". Womöglich ist da auch was dran. Ich denke, das 6. Lebensjahr ist schon auch ein Jahr mit einigen Entwicklungsschüben...)
sinus
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