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Probleme und Lösungen für den Schulalltag

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Beitragvon Smarti26 » Do 2. Apr 2020, 19:19

Hallo meine Lieben.

Meine Tochter 6j wurde heuer Eingeschult.
Sie konnte vorher schon ein wenig Rechnen und auch Kurze Wörter lesen.

Aber seit der Schule gibt es Probleme.
Aufeinmal konnte sie nicht mehr Rechnen, hat vieles vergessen... Jetzt passt es vondem her wieder.

Aber wenn es um Hausübungen oder generell umWiederholungen geht schaltet und verweigert...
Sie kann es aber, das ist nicht das Problem....

Auch müsste ich schon zur Lehrerin.
(Sie ist sehr nett und verständnisvoll)
Sie Träumt sehr viel und fängt mit ihren Aufgaben sehr spät an... Wenn sie anfängt hat sie zwar alles richtig aber fängt eben spät an.

Meine Maus würde ihr nicht Antworten.
Sie stellt ihr eine Frage und meine Tochter schaut sie nur an und Antwortet nicht.
Auch auf mehrmaliges Nachfragen usw, schaut sie sie nur an und Antwortet nicht.
Die Lehrerin meinte sie wüsste oft gern was sie sich denkt, sie vermutet das sie sich "Du kannst mich, ich will jetzt nicht Antworten, denkt xD

Zu Hause macht sie das auch manchmal.

Sie ist aber sehr widersprüchlich in ihren Aussagen.
Zu Oma sagt sie, sie geht nicht gern in die Schule denn dort lernt sie ja nichts.... Dann ist wider alles soooooo schwer, dann ist ihr wieder langweilig usw.....
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Re: 1 Klasse

Beitragvon Smarti26 » Do 2. Apr 2020, 19:21

Heute Zb sehr Kreativ und "durchtrieben" xD

Rechnet den halben Zettel, alles richtig.
Kaum kommt der Papa heim, stellt sie auf bemittleidenswert um und
Sagt
"MA Papa bitte hilf mir, ich kann das nicht"

Papa hilft ihr und Rechnet für sie, hab es dann mit bekommen und hab gesagt, nicht! ihr vor Rechnen, sie kann das doch, hat ja vorher den halben Zettel schon richtig gerechnet.

Von ihr kommt nur ein verschmitztes Lächeln

Und so macht sie das teilweise in der Schule auch, sagt sie kann das nicht, das dann für sie die Rechnungen gemacht werden oder zumindest geholfen wird nur damit sie sich nicht anstrengen muss....

Weiß nicht mehr was ich tun kann um sie zu Motivieren.?
Sie ist so wie ich in der Schule war....
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Re: 1 Klasse

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Fr 3. Apr 2020, 09:39

Ich empfehle euch eine psychologische Beratungsstelle aufzusuchen. Vielleicht ist das Kind unterfordert, vielleicht hat es Verhaltensauffälligkeiten. Normales Verhalten ist das nicht. Wenn dein Kind keine Autoritäten akzeptieren und das ist für die Schullaufbahn in dem Land mit verpflichtendem Schulbesuch äußerst ungünstig.
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Re: 1 Klasse

Beitragvon Auguste » Fr 3. Apr 2020, 20:06

Smarti26 hat geschrieben:Hallo meine Lieben.

Meine Tochter 6j wurde heuer Eingeschult.
Sie konnte vorher schon ein wenig Rechnen und auch Kurze Wörter lesen.

Aber seit der Schule gibt es Probleme.
Aufeinmal konnte sie nicht mehr Rechnen, hat vieles vergessen... Jetzt passt es vondem her wieder.

Aber wenn es um Hausübungen oder generell umWiederholungen geht schaltet und verweigert...
Sie kann es aber, das ist nicht das Problem....

Auch müsste ich schon zur Lehrerin.
(Sie ist sehr nett und verständnisvoll)
Sie Träumt sehr viel und fängt mit ihren Aufgaben sehr spät an... Wenn sie anfängt hat sie zwar alles richtig aber fängt eben spät an.

Meine Maus würde ihr nicht Antworten.
Sie stellt ihr eine Frage und meine Tochter schaut sie nur an und Antwortet nicht.
Auch auf mehrmaliges Nachfragen usw, schaut sie sie nur an und Antwortet nicht.
Die Lehrerin meinte sie wüsste oft gern was sie sich denkt, sie vermutet das sie sich "Du kannst mich, ich will jetzt nicht Antworten, denkt xD

Zu Hause macht sie das auch manchmal.

Sie ist aber sehr widersprüchlich in ihren Aussagen.
Zu Oma sagt sie, sie geht nicht gern in die Schule denn dort lernt sie ja nichts.... Dann ist wider alles soooooo schwer, dann ist ihr wieder langweilig usw.....


Hallo,

Das Verhalten Deiner Tochter ähnelt dem meines Sohnes. Auch das Widersprüchliche - sooo langweilig aber sooo schwer...

Mein Sohn träumt auch viel und braucht ewig bis er Arbeitsaufträge in die Tat umsetzen kann. Bei meinem begabten Sohn wurde mit 9 eine auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung (AVWS) festgestellt. Deswegen kann er Arbeitsanweisungen akustisch teilweise schlecht verstehen und braucht außerdem länger, um sie in die Tat umzusetzen, selbst wenn er sie akustisch verstanden hat. Er antwortet auch öfter nicht auf direkte Fragen und schaut nur. Manches muss man ihn zwei, drei Mal fragen bis er endlich antwortet. Auf Außenstehende (oder nicht informierte Lehrer) wirkt er faul und desinteressiert. Oft ist er aber überfordert und müde - nicht vom Schwierigkeitsgrad der Aufgaben her, sondern von der Anstrengung beim Zuhören und Umsetzen der Arbeitsanweisungen.

Die AVWS konnte mein Sohn durch seine Intelligenz bis zur 2. Klasse gut kompensieren - es ist niemandem aufgefallen, dass er teilweise nur die Hälfte dessen (akustisch) versteht, was der Erzieher oder Lehrer sagt. Er konnte trotzdem alles und hatte nur gute Noten. In der 3. Klasse ist er dann auffällig geworden, weil er es nicht mehr geschafft hat. Da kam dann bei ihm die Verweigerung in der Schule und bei den Hausaufgaben. In der Schule hat er teilweise sogar geschlafen. Seine Lehrerin vermutete ADS (Träumer-ADS) bei ihm, weswegen wir dann die Diagnostik gemacht haben. Der KJP vermutete AVWS, was sich dann nach weiteren Tests auch bestätigte.

Die Kombination schlau aber langsam ist total blöd. Mein Sohn wird nie rechtzeitig mit dem langweiligen Kram fertig, um an die spannenden Aufgaben zu kommen - sofern die denn nach Erledigung der Pflichtaufgaben angeboten werden. Das langsame Arbeitstempo wird von den Lehrern falsch interpretiert. "Das Kind muss noch üben, damit es schneller wird" oder "das Kind kann es noch nicht gut genug und muss mehr üben". Wenn dann noch direkte Fragen einfach nicht beantwortet werden, ist der falsche Stempel schnell verteilt.

Wenn es massive Probleme in der Schule gibt, dann wäre eine Diagnostik durchaus sinnvoll. Nicht primär um den IQ festzustellen, sondern um andere Ursachen für die Langeweile und das Verweigerungsverhalten herauszufinden oder auszuschließen.
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Re: 1 Klasse

Beitragvon Smarti26 » Sa 4. Apr 2020, 13:42

Ja, mein großer Sohn hat AVWS und ADHS (noch weitere Diagnosen)
Wenn es meine Tochter auch hat dann "nur" in sehr abgemildeter Form.

Beim Spielen des Instrumentes kann sie sich auch die ganzen 30 min Konzentrieren und hat dort keine Probleme, auch nicht beim Sport.

Wohingegen mein großer durch sein ADHS und AVWS schon mehr Probleme hat Mündliche Aufgabenstellungen zu folgen.

Wenn es sich nicht bessern sollte muss ich sowieso den 2ten Ärzte Marathon starten.....
Momentan ist die Lehrerin noch Verständnisvoll.
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Re: 1 Klasse

Beitragvon Rabaukenmama » Mo 6. Apr 2020, 17:01

Die widersprüchlichen Aussagen, alles sei "viel zu leicht" und gleichzeitig "viel zu schwer" hatte ich zu Beginn der Grundschule auch von meinem älteren Sohn. Dabei hat er laut Aussage seiner Lehrerinnen den Lernstoff der ersten Klasse schon vor Schulstart beherrscht. Trotzdem war ihm manches "zu viel", vor allem was ihm an Aufmerksamkeit und Konzentration abverlangt wurde. Die ADHS-und Autisums-Diagnosen hat er ja erst im Laufe seiner Grundschulzeit bekommen und wir wussten lange Zeit nicht, was es tatsächlich ist, das ihm immer wieder Schwierigkeiten bereitet hat.

Tatsächlich (rückblickend) war ihm wohl die Situation mit 1-2 Lehrpersonen für viele Stunden in einer Klasse mit 24 anderen Kindern zu sein, schon zu viel. Im Kindergarten hatte er immer wieder Rückzugsmöglichkeiten genutzt, die es plötzlich - trotz sehr freier Unterrichtsgestaltung - so nicht mehr gab. Zusätzlich war der Lernstoff für ihn vor allem in Deutsch anfangs zermürbend langweilig. Da mein Sohn ja seine Begabungsspitze im sprachlichen Bereich hat, muss es wirklich schwer für ihn gewesen sein, etliche Lernwörter, die er längst schreiben konnte, immer wieder schreiben und müssen und etliche Seiten mit so sinnfreien Übungen wie "der Schwan - die Schwäne", "das Haus - die Häuser" zu füllen.

Bei Rechnen war es auch seltsam: mein Sohn tat sich plötzlich schwer mit Rechnungen, die er mit 4 Jahren schon locker aus dem Gedächtnis lösen konnte. Schuld daran waren neue Lösungswege, die er anwenden sollte, und die sich von seinen selbst erschlossenen Wegen unterschieden. Das hat ihn mehr verwirrt als es ihm geholfen hat.

Ich vermute, dass die Schwierigkeiten deiner Tochter ähnlicher Natur sind. Und natürlich kann auch sie eine Wahrnehmungsstörung wie ADHS, ADS oder AVWS haben. Bei Mädchen fällt so war meistens deutlich weniger auf als bei Jungs. Aber wenn deine Tochter klug ist wird sie mit der Zeit Wege finden, trotzdem in der Schule zurecht zu kommen.
Der liebe Gott schenkt uns die Nüsse, aber er knackt sie nicht (Johann Wolfgang von Goethe)
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Re: 1 Klasse

Beitragvon Smarti26 » Di 7. Apr 2020, 20:37

Ja genau, in Mathe war es so sie könnte einfache Rechnungen vor der Schule schon lösen... Und dann in der Schule plötzlich, als ob sie es noch nie gesehen hat...
Große Probleme hatte so mit den "verliebten" Zahlen
8+4
8+2=10
10+2=12
Das sie da die 2 so zerlegen musste.... Sie hat das immer ohne dem ausgerechnet und hat es fast schon verweigert so zu Rechnen....

Ja Deutsch ist auch ähnlich wie bei euch.
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Re: 1 Klasse

Beitragvon charlotte12 » Mi 8. Apr 2020, 12:14

Meine Tochter hat auch ein massiv gestörtes Verhältnis zu den verliebten Zahlen, auch jetzt noch in Klasse 4. Sie vermeidet beim Rechnen einen Zwischenstopp beim nächsten Zehner, wo es nur geht und verwendet dabei teilweise haarsträubend komplizierte Umwege. Der Sache ist ziemlich schwer beizukommen, weil sie austickt, sobald ich versuche herauszufinden, wie sie rechnet - um den Familienfriedens willen lasse ich sie ehrlich gesagt mittlerweise einfach machen, sie rechnet nicht besonders schnell und nicht besonders sicher, hat aber (bis jetzt?) ganz gute Mathenoten.
Wie hat denn deine Tochter früher gerechnet? Hatte sie einen eigenen Weg, die Zahlen zu zerlegen (z.B. Fünferpäckchen), oder hat sie einfach nur abgezählt? Ich würde darauf achten, dass sie auf irgendeine Weise zerlegt, egal wie, und nicht abzählt. Abzählen ist eine ziemlich blöde Sackgasse, die einem später auf die Füße fällt, weil sie das Automatisieren verhindert, es ziemlich schnell keinen Trainingseffekt mehr gibt und man mit der Abzählerei immer ein langsamer und unsicherer Rechner bleibt.
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Re: 1 Klasse

Beitragvon Smarti26 » Mi 8. Apr 2020, 15:46

Ehrlich gesagt weiß ich das nicht genau.
Wenn ich sie jetzt frage sagt sie sie stellt sich das im Kopf vor und rechnet.
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Re: 1 Klasse

Beitragvon alibaba » Mi 8. Apr 2020, 17:39

In Klasse 1 wird alles angezählt, was nicht der Normalität entspricht. Zu langsam, nicht richtig aufgeteilt, nicht exakt untereinander geschrieben, nicht richtig ausgemalt .... Gott sei Dank hat das meinen Großen nie getriggert. Mathematisch quer und Umdenken war hier nie das Problem.

Heuer ist es so, dass es mittlerweile egal ist, wie Kind rechnet. Im Gegenteil. Die Rechenwege des Kindes werden, hier in Klasse 10, der Klasse, als weitere Möglichkeit, regelmäßig präsentiert.

Mittlerweile sind die Lehrer auch nicht mehr pikiert, wenn Sohn schneller und effektiver gerechnet hat, als der Lehrer an der Tafel.

Als die Uni noch offen war, gab es hier von einem Professor einen weiteren „Schnell-Herleite-Rechenweg“. Eine Bereicherung, zumindest für mein Kind. Mich hätte es nur noch tiefer verwirrt. :schwitz: Für den Herrn Sohn war das fast ein bisschen „langweilig“. :o

Allerdings würde ich immer zu gewissen Automatismen in der Mathematik raten. Das erleichtert etwas schnell zu können. Und aus schnell besteht das halbe Schulleben.
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